Kulturgrenze
Das Wort Kulturgrenze wird manchmal verwendet, um eine teils willkürlich gedachte Trennlinie zwischen verschiedenen Kulturen zu bezeichnen. Innerhalb eines Kulturkreises existiert eine gewisse Zusammengehörigkeit der dort lebenden Bevölkerung.
Z.B. ist das östliche Europa von einer solchen Kulturgrenze durchzogen, die den westlichen protestantisch-katholischen Teil von dem orthodoxen trennt, sowie eine weitere, die den orthodoxen Teil (Osteuropa) vom osmanisch überlagerten Teil (Balkan) separiert.
In der Schweiz existiert der sog. "Röstigraben", der unterschiedliche Mentalitäten der deutsch- und französischsprachigen Bevölkerung trennt. Die Differenzen zeigen sich auch in den unterschiedlichen Ergebnissen bei Abstimmungen und Wahlen. Ähnliches ist am "Weißwurstäquator" bzw. an der zwischen Mittel- und Norddeutschland verlaufenden Benrather Linie zu bemerken.
Im Kataster bedeutet Kulturgrenze die Abgrenzung verschiedener Arten der Landnutzung. Beispielsweise wird zwischen Wiese und Acker unterschieden, teilweise sind auch Grenzen von Wald, gemischter Nutzung oder Weingarten enthalten. In jedem Fall werden Bauflächen genau ausgewiesen, und meistens auch von davorliegenden Gartenflächen unterschieden.
