Kupfersulfat

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Allgemeines
Name Kupfersulfat
Summenformel CuSO4·5H2O
Andere Namen Kupfervitriol
Kurzbeschreibung hellblaue bis leicht türkise Kristalle
CAS-Nummer 7758-99-8
Sicherheitshinweise
50px Xn

Gesundheitsschädlich

50px N

Umweltgefährlich

R- und S-Sätze R: 20/22 36/38 42/43
S: 22 24/25 26 46
HandhabungVor Lösemitteln geschützt lagern.
LagerungTemperaturbereich, Belüftet, trocken o.ä.
MAK Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3
LD50 (Ratte)960 mg/kg
LD50 (Kaninchen)x mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand fest
Farbe hellblau/(leicht türkis)
Dichte 2,23 g/cm³
Molmasse 249,68 g/mol
Schmelzpunkt zersetzt sich
Siedepunkt -
Dampfdruck x °C
Weitere Eigenschaften
Löslichkeit 366 g/l Wasser bei 20° C
Gut löslich inWasser
Schlecht löslich inMethanol
Unlöslich inEthanol
Kristall
Kristallstruktur Gittertyp angeben
Thermodynamik
ΔfH0g in kJ/mol
ΔfH0lin kJ/mol
ΔfH0sin kJ/mol
S0g, 1 barin J/(mol · K)
S0l, 1 barin J/(mol · K)
S0sin J/(mol · K)
Analytik
Klassische VerfahrenKurzbeschreibung Nachweisreaktionen (auch der einzelnen Ionen!)

SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.

Kupfersulfat (alte Bezeichnung: Kupfervitriol), genauer Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat CuSO4·5H2O bildet sich beispielsweise aus Kupferhydroxid und Schwefelsäure. Es kommen auch Kupfersulfatverbindungen mit drei, einem und keinem Kristallwasser vor.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Kupfersulfat–Pentahydrat CuSO4·5 H2O (Molekulargewicht: 249,68 g/mol ) bildet himmelblau gefärbte, trikline Kristalle, die beim Erhitzen das Kristallwasser abgeben und das farblose Kupfersulfat-Anhydrat bilden: CuSO4. Vier der fünf Wassermoleküle werden bei 100 °C abgespalten, das fünfte bei 200 °C. Der Vorgang ist reversibel (umkehrbar), denn beim Auflösen des wasserfreien Anhydrates in Wasser bildet sich wieder das Pentahydrat zurück. Das Pentahydrat sollte besser [Cu(OH2)4] SO4·1 H2O geschrieben werden, da im Kristall 4 Wassermoleküle direkt an das Kupfer(II)-Ion koordiniert sind.

Kupfersulfat ist in Wasser gut, in organischen Lösungsmitteln nicht löslich. Bei starkem Erhitzen (über 500° C) zerfällt das wasserfreie Kupfersulfat in Kupfer(II)-oxid und Schwefeltrioxid.

Vorkommen und Gewinnung

In der Natur kommt Kupfersulfat als Verwitterungsprodukt sulfidischer Kupfererze als krustenförmige, körnige oder faserige Aggregate vor (Mineral: Chalkanthit). Technisch wird Kupfersulfat durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Kupferoxide oder Kupfersulfide gewonnen. Es ist das mit Abstand wichtigste Kupfersalz.

Verwendung

Kupfersulfat wird verwendet zur galvanischen Verkupferung, zur Herstellung von kupferhaltigen Farben, zur Kupferstichätzung, in der Medizin als zusammenziehendes (adstringierendes) Mittel, früher auch als Brechmittel (es schmeckt unangenehm bitter, ist aber nicht ganz ungiftig) und in Silvester-Raketen (erzeugt einen bläulich-grünen Farbton).

Bordeauxbrühe ist eine Mischung von Kalkmilch und Kupfersulfat, welche im Weinbau zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen eingesetzt wird.

Das wasserfreie, weiße Kupfersulfat dient als Trocknungsmittel (beispielsweise zur Herstellung von wasserfreiem Ethanol) und zum Nachweis von Wasser, wobei es sich hierbei blau färbt.

Weblinks

http://www.kristallzuechtung.de/cuso4.htm

See also: Kupfersulfat, Aggregatzustand, Bitter, Brechmittel, CAS-Nummer, Dampfdruck, Dichte, Ethanol, Farbe, Joule