Kupieren
Unter Kupieren (französisch: couper = abschneiden) versteht man im Allgemeinen etwas abzuschneiden, kürzen oder zu stutzen. Im Speziellen versteht man darunter meist das operative entfernen von einigen Schwanzwirbeln bei Pferden, Hunden (dort auch die Ohren) oder auch Schafen und Schweinen, was lange Zeit Mode war.
Fahrpferden (siehe auch Fahrsport) wurden früher regelmäßig die Schweifrüben kupiert, da sich damit die Gefahr verringerte, dass die Leinen eingeklemmt wurden. Das Kupieren von Hundeschwänzen wurde eingeführt, um bei kurzhaarigen Rassen das Verletzungsrisiko durch Anschlagen des von Fell nur ungenügend gepolsterten Schwanzes zu vermeiden. Jagdlich geführten Hunden sollte bei der Arbeit im dichten Holz eine höhere Beweglichkeit ermöglicht werden. Nachdem diese Gründe mit der Zeit ihre Bedeutung verloren, diente die Schwanzamputation nur mehr modischen Zwecken.
Kupieren ist in Deutschland, der Schweiz und in Österreich heute aufgrund des Tierschutzes verboten. (siehe Tierschutzgesetz) Ein geringer Anteil von Hundehaltern lässt die Operation dennoch illegal, zumeist im Ausland, durchführen.
Der Schweizer Entlebucher Sennenhund besitzt bereits von der Natur nur eine relativ kurze Rute, einige Exemplare werden gar mit einem ausgesprochenen Stummelschwanz geboren, kupiert werden sie heute in der Regel nicht mehr. Neue Generationen dieser Hunde haben in der Regel längere Schwänze, da zur Zucht heute vorzugsweise Eltern mit solchen Anlagen verwendet werden. Als echte Hof- und Bauernhunde werden jedoch in Entlebuch auch heute noch zahlreiche Mutze außerhalb von Zuchtprogrammen geboren.
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