Kursk

Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Kursk, siehe auch: Kursk (U-Boot)


Kursk (russisch Курск) ist eine Stadt im europäischen Teil Russlands. Sie ist Hauptstadt der Oblast Kursk und liegt rund 500 km südlich von Moskau unweit der Grenze zur Ukraine. Kursk hat etwa 387.000 Einwohner (Stand 2004). Die geographische Lage ist: 51,73° Nord, 36,19° Ost.

Kursk wurde etwa 980 als Festung der Kiewer Rus gegründet und 1032 das erste Mal urkundlich erwähnt, Ausgrabungen deuten jedoch auf eine Besiedlung zumindest seit dem 5. Jahrhundert vor Christus hin. Die Stadt war ein befestigtes Handelszentrum. 1237 wurde sie von den Mongolen völlig zerstört. Danach war die Stadt von mehreren kleinen Fürstentümern umkämpft, gehörte im 14. Jahrhundert zeitweise zu Litauen und kam erst 1508 zum Großfürstentum Moskau. Kursk wurde zur Festung ausgebaut und war bis zum 18. Jahrhundert den Angriffen der Polen (1611/12) und Krimtataren ausgesetzt. In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde Kursk zu einem Knotenpunkt im neu geschaffenen Eisenbahnnetz, was einen Industrialisierungsschub zur Folge hatte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Kursk vom 4. November 1941 bis zum 8. Februar 1943 von der Wehrmacht besetzt. Bekannt ist die Schlacht bei Kursk im Juli und August 1943, die größte Panzerschlacht des Zweiten Weltkrieges. Nach dem Krieg wurde die Stadt wieder aufgebaut und mit neuen Industriebetrieben versehen.

Heute ist Kursk eine bedeutende Verwaltungs- und Industriestadt. Die Eisenverarbeitung, die chemische und die Lebensmittelindustrie sind die wichtigsten Wirtschaftszweige. Daneben ist auch die Landwirtschaft von Bedeutung, da Kursk in der fruchtbaren Schwarzerderegion liegt.

Westlich der Stadt befindet sich ein Meteoritenkrater mit 5,5 Kilometern Durchmesser.

In der Stadt vorhandene weiterführende Bildungseinrichtungen

Städtepartnerschaften

Weblink

See also: Kursk, 1032, 1237, 14. Jahrhundert, 1508, 1611, 1612, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert