Kurt Hahn
Kurt Martin Hahn (* 5. Juni 1886 in Berlin; † 14. Dezember 1974 in Salem) war ein deutscher Pädagoge und gilt als ein Begründer der Erlebnispädagogik.
Er war ein Freund und Vertrauter des Reichskanzlers Prinz Max von Baden. Im Jahre 1920 gründete er das Internat Schloss Salem. Geflüchtet vor den Nationalsozialisten gründete er 1934 in Gordonstoun, Schottland, die "British Salem School". An der englischen Küste war die Ausbildung in Seenotrettung fester Bestandteil schulischen Lebens; Kurt Hahn brachte hier sein erlebnispädagogisches Konzept mit ein und mehrwöchige Kurse in dieser Art waren Modell für viele spätere Erlebnispädagogen. In der Nachkriegszeit half er 1949 bei der Gründung der Stiftung Louisenlund.
Hahn war sich sicher, dass Erziehung versagt hätte, wenn nicht jeder Jugendliche seine persönliche Passion (im Sinne von Leidenschaft) finden würde. Dabei wollte er den jungen Menschen durch das Angebot von sozialen Diensten und sonstiger "innerer" Talentsuche helfen. Die Erlebnispädagogik kam wegen ihrer Aktivitäten (Übernachten im Freien, Zeltlager usw.) schnell in die Nähe der Methoden nationalsozialistischer Erziehung und trotz aller Bemühungen wird ihr dies bisweilen noch heute zum Vorwurf gemacht. Hahn jedoch wollte lediglich Chancen aufzeigen, damit jeder Jugendliche eventuell bislang unentdeckte Fähigkeiten bei sich selbst zu Tage fördern konnte.
Zusammen mit Prinz Philip von Edinburgh gründete er den "Duke of Edinburgh's Award" dessen Schwesterprogramme (unter anderen das Internationale Jugendprogramm in Deutschland) heute in über 80 Ländern der Welt Chancen für Jugendliche eröffnen.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hahn, Kurt |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Pädagoge |
| GEBURTSDATUM | 5. Juni 1886 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 14. Dezember 1974 |
| STERBEORT | Salem, Baden-Württemberg |
