Mätresse
Der Begriff Mätresse (v. franz.: maîtresse = Herrin, Meisterin), auch Kurtisane, bezeichnet die offizielle Geliebte eines Fürsten, Adeligen oder sonst bedeutenden Mannes. In einer Zeit, als Eheschließungen aus rein politischen Gründen stattfanden, "hielten" sich große Männer oft eine Geliebte, mit der sie vielfach eine engere Beziehung verband als mit ihrer Ehefrau. Einige Mätressen an europäischen Königshäusern hatten einen nicht unbedeutenden politischen Einfluss.
Heute wird der Begriff umgangssprachlich bisweilen als Synonym für "Geliebte" benutzt, gilt aber als veraltet.
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Berühmte Mätressen in der Geschichte
- Elisabeth Blount (Heinrich VIII. von England)
- Mary Berkeley (Heinrich VIII. von England)
- Madame de Pompadour (Ludwig XV. von Frankreich)
- Madame Dubarry (Ludwig XV. von Frankreich)
- Diana von Poitiers (Heinrich II. von Frankreich)
- Gräfin Cosel (August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen) [1]
- Gabrielle d'Estrées (Heinrich IV. von Frankreich)
- Lola Montez (Ludwig I. von Bayern)
- Françoise d'Aubigné, Madame de Maintenon (Ludwig XIV.)
- Camilla Parker Bowles (Charles Mountbatten-Windsor, Prince of Wales)
Zitat
Mit der Wahl der Geliebten legen wir, ohne es zu wissen, unsere wahrhaftigste Beichte ab. – José Ortega y Gasset (Aufbau und Zerfall Spaniens)
Siehe auch: Konkubine
Literatur
- Thoma Helga: Madame, meine teure Geliebte. Die Mätressen der französischen Könige. Piper Verlag, München, 1998
- Hanken Caroline: Vom König geküßt. Aufbau TB, 1999. ISBN 3746615909
Siehe auch
