Lageregelung
Die Lageregelung stabilisiert die Ausrichtung eines Gegenstandes.
Lageregelung eines Satelliten
Ein Satellit besitzt 6 Freiheitsgrade. Als Bahnregelung bezeichnet man die Translationsbewegungen entlang der 3 Raumachsen. Die Lageregelung richtet den Satelliten durch Rotation um die drei Hauptachsen aus.
Ein Satellit soll Signale zur Erde übertragen können.
Für einen unstabilisierten Satelliten kommt nur eine Rundstrahlantenne in Frage mit dem Nachteil, dass nur ein geringer Anteil der Sendeenergie die Erde erreicht.
Drallstabilisierte Satelliten nehmen eine feste Orientierung im Raum ein. Wird die Rotationsachse des Satelliten und seiner Parabolantenne günstig ausgerichtet, zeigt die Antenne bei einem Umlauf kurzzeitig auf die Erde. Oft wählt man das Apogäum. Der Satellit ist dann zwar am weitesten von der Erde entfernt, aber bewegt sich dafür an diesem Punkt am langsamsten.
Weist der Satellit eine ungleiche Masseverteilung auf, richtet er sich im Schwerefeld der Erde aus. So dreht sich beispielsweise die schwere Antriebseinheit des Space-Shuttles zur Erde und das gesamte Space-Shuttle orientiert sich radial zur Erde.
Einfache Satelliten führen Elektromagnete mit sich. In niedrigen Umlaufbahnen ist das Erdmagnetfeld stark genug, dass sich die Satelliten wie Kompassnadeln ausrichten können.
Mit 3 Drallrädern, eines für jede Raumrichtung, läßt sich der Satelliten zu jedem Zeitpunkt nach Wunsch ausrichten. Die Rotationsgeschwindigkeit der Drallräder und der maximal erzeugbare Drehimpuls sind begrenzt. Deshalb sind zusätzlich Lageregelungstriebwerke notwendig, die von Zeit zu Zeit den Gesamtdrehimpuls auf 0 reduzieren.
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