Lagune
thumb|left|Naturbelassene Lagune in Albanien (Karavasta)
Eine Lagune ist ein seichtes Gewässer, das durch Sandablagerungen (Nehrung) oder Korallen-Riffe (Atoll) vom Meer abgetrennt ist.
Ist die Abtrennung vollständig, so entsteht ein Strandsee mit Süßwasser. Wenn jedoch noch eine Verbindung zum Meer besteht, enthält die Lagune Brackwasser.
Das Wort Lagune leitet sich über das italienische laguna vom lateinischen lacuna (Weiher, Lache) ab. In der Ostsee heißt die Lagune Haff oder Bodden, im Schwarzen Meer wird sie Liman genannt. Ein typisches Beispiel für eine Lagunenstadt ist Venedig in der Nähe der Mündung des Po in Italien. thumb|Lagune von Venedig
Da Lagunen meist nur schlecht zugänglich sind, haben sie sich in vielen Fällen als naturnahe Ökosysteme erhalten können. Diese Feuchtgebiete dienen dabei als wichtige Rückzugsgebiete von Wasservögeln, Fischen, kleineren Tieren und Pflanzen. Die ökologisch wichtigsten Lagunen werden international durch die Ramsar-Konvention geschützt.
Wichtige Lagunen
- Zu den weltweit größten Lagunen zählt der Lagoa dos Patos (10.145 km²) in Brasilien, an deren Ufer die Großstadt Porto Alegre liegt.
- Sehr bekannt ist die Lagune von Venedig mit der gleichnamigen Lagunenstadt. Die Ausdehnung erreicht rund 550 km².
- Ebenfalls an der Adria liegt die Lagune von Karavasta in Albanien, die als bedeutendes Naturschutzgebiet gilt.
- Eine weitere bedeutende Lagune im Mittelmeer ist die Lagune von Mesolongi (33.5 km²) im Mesolongi-Delta (Griechenland), das Delta des Flusses Acheloos. Am Nordende dieser Lagune liegt die kleine Stadt Aitoliko auf einer Insel, daran schließt sich die Lagune von Aitoliko an.
