Lamm
| left|25px|Begriffsklärung | Dieser Artikel behandelt das Lamm als Jungtier, die Katastralgemeinde von Sankt Andrä (Kärnten) siehe ebendort |
Als Lamm wird das Jungtier eines Schafes oder einer Ziege bezeichnet. Lämmer werden aufgrund ihres zarten Fleisches geschlachtet, das milder ist als das der erwachsener Tiere. Lebensmittelrechtlich dürfen Tiere bis zum Alter von einem Jahr als Lamm bezeichnet werden. Lämmer, die noch Muttermilch aufnehmen, werden als Sauglamm bezeichnet.
In verschiedenen Religionen werden oder wurden junge Schafe häufig als Opfertiere verwendet, unter anderem im Islam, im alten Judentum vor der Zerstörung des Tempels, bei den Samaritanern und in anderen Religionen des Nahen Ostens.
In der christlichen Religion ist das Lamm ein Analogie-Symbol für das Menschen-Opfer durch den stellvertretenden Kreuzestod von Jesus Christus - insbesondere in der katholischen Liturgie. Der besonders in Südeuropa verbreitete Brauch, ein Osterlamm zu essen, stammt daher.
Im Judentum gilt das Verbot des jüdischen Speisegesetzes, des Kashrut: "Du darfst das Böcklein (=Lamm) nicht in der Milch seiner Mutter kochen", (Ex.23:19). Daher ist es koscher, für milchige und fleischige Speisen unterschiedliches Geschirr und Besteck zu verwenden und besonders zum Pessach-Fest besondere Sorgfalt auf die Einhaltung dieses Gebotes zu legen. Das Verbot kommt dreimal in der Tora vor und ist eines der stärksten Verbote der Bibel. Von observanten Juden wird es strikt eingehalten, von liberalen Juden nicht unbedingt.
Siehe auch: Tieropfer, Agnus Dei, Lamm Gottes, Lammfleisch, Lammfell
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Kategorie:Zoologie
