Gorzów Wielkopolski
| Gorzów Wlkp. / Landsberg | |
| 110px|Wappen von Gorzów | 150px|Gorzów in der Region Großpolen (Polen) |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Staat: | Polen |
| Verwaltungsbezirk: | Lebus |
| Einwohner: | 125.000 |
| Fläche: | 86,0 km² |
| Höhe: | ? m ü. NN |
| Postleitzahl: | 66-400 bis 66-414 |
| Telefonvorwahl: | (+48) 95 |
| Geografische Lage: | 52° 44' nördl. Breite 15° 14' östl. Länge |
| KFZ-Kennzeichen: | FG
|
| Nächster Flughafen: | Flughafen Stettin |
| Homepage der Stadt Gorzów | |
Gorzów Wielkopolski [ˈgɔʒuf vʲɛlkɔ'pɔlski] Gesprochenen Inhalt Gorzów Wielkopolski Datei (?) (deutsch Landsberg an der Warthe) ist einer der beiden Verwaltungssitze des polnischen Verwaltungsbezirks Lebus. Die Stadt liegt im westlichen Teil Polens an der Warthe - rund 65 km nordöstlich von Frankfurt (Oder) und 120 km nordwestlich von Posen. Die Stadt liegt an der ehemals preußischen Ostbahn, wodurch sie im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte.
Der polnische Name bedeutet wörtlich übersetzt Großpolnisch Bergen [Góra: Berg]. Die Namenserweiterung Großpolen bezieht sich dabei nicht auf den Verwaltungsbezirk (Woiwodschaft) Großpolen. Sie nimmt vielmehr Bezug auf die historische Region "Großpolen" und ersetzt damit den bis 1945 bestehenden Bezug zu der Region Brandenburg, zu welcher die Stadt zuvor gehörte. Historische Landschaften waren für viele Woiwodschaften Namensgeber, wenngleich die Grenzverläufe der Verwaltungsbezirke ausnahmslos von denen der ursprünglichen Regionen abweichen. So gehört Gorzów zur Woiwodschaft Lebus, aber zur Landschaftsregion Großpolen.
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Landsberg wurde 1257 von Siedlern aus den Gegenden des heutigen Brandenburg, Niedersachsen und Westfalen nach Magdeburger Recht gegründet und gehörte zum niederdeutschen Sprachgebiet. 1321 wurden Stadtmauern und Tore errichtet; 1360 Erwähnung der Stadtschule.
Im Dreißigjährigen Krieg Zerstörung aller Vorstädte.
Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress gehörte Landsberg a./Warthe seit 1818 zum gleichnamigen Kreis im Regierungsbezirk Frankfurt in der preußischen Provinz Brandenburg, seit 1939 „Mark Brandenburg“.
Am 1. April 1892 schied die Stadtgemeinde Landsberg a./Warthe aus dem Kreis Landsberg a./Warthe aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis. In den 1920er Jahren setzte sich die Bezeichnung „Landsberg (Warthe)“ durch.
Im Zweiten Weltkrieg schrieb Gottfried Benn in der Kaserne u. a. den Roman des Phänotyp (1943). Im Frühjahr 1945 wurde die Stadt durch die Rote Armee erobert. Die bisherige Landsberger Bevölkerung wurde enteignet (6.3.1946) und, soweit nicht im Krieg geflohen, vertrieben bzw. zwangsausgesiedelt (1945 - 1949). Die an ihre Stelle getretene neue Stadtbevölkerung stammt überwiegend aus Zentralpolen (dort v. a. der bisherigen Region Großpolen).
- Siehe auch: Gorzów
Söhne und Töchter der Stadt
- Marie Juchacz - Frauenrechtlerin
- Victor Klemperer - Schriftsteller und Literaturwissenschaftler
- Christa Wolf - Schriftstellerin, beschreibt einen Besuch 1970 in der polnisch gewordenen Heimatstadt in ihrem Roman "Kindheitsmuster".
Städtepartnerschaften
- Herford
- Frankfurt (Oder) (beide Deutschland)
- Hazleton, (USA)
- Cave de Tirreni, (Italien)
Weblinks
Kategorie:Ort in Polen
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus
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