Landschaftsmalerei

Die Landschaftsmalerei ist die Darstellung von Landschaft als umfassende Arbeit oder ausschnitthafte Teilwiedergabe auf Tafel- und Wandbildern. Die Landschaft kann den Schauplatz für eine figürliche Szene liefern oder alleiniger Gegenstand der Handlung sein. In der Landschaftsmalerei wird das Zweckhafte überwunden, sie gilt als (unterschätztes) Genre, in dem sich meisterliche Fertigkeiten beweisen (ähnlich wie beim Stillleben).

Oft wird es durch das Wechselspiel von Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund dem Betrachter ermöglicht, visuell regelrecht in die Landschaft hineinzuwandern.

Bekannte Beispiele boten Pieter Bruegel, Claude Lorrain, Thomas Gainsborough, John Constable oder Edouard Manet. Besonders der Impressionismus stellte bevorzugt Landschaften mit neuen künstlerischen Mitteln dar.

Ein berühmter romantischer Landschaftsmaler in Deutschland war Caspar David Friedrich.

Antike Landschaftsmalerei

- Thema ist der Mensch und sein Verhältnis zu den Göttern, oft auch Heldensagen

- Bilder strahlen Harmonie aus (Goldener Schnitt)

- Landschaften sind reduziert auf das Wesentliche und dienen nur als Kulisse

- tiefenräumliches Malen mit Vorder-, Mittel- und Hintergrund

Mittelalterliche Landschaftsmalerei

- Goldgrund

- Bedeutungsperspektive

- Verherrlichung der Bibel

- nur ornamentale Darstellung und starke Vereinfachung der Natur

- flächig farbiges Malen, kein Hintergrund

- oftmals Umrahmung

Beispiel: "Der wunderbare Fischzug" von Konrad Witz, 1444

Asien

In China und später auch Japan besteht eine lange Tradition der Landschaftsmalerei, die nicht perspektivisch aufgebaut ist (auch: Farbholzschnitt). Meister waren Li T'ang oder Wang Wei.


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