Langeland
Langeland ist eine 52 km lange, nur bis zu 10 km breite Ostseeinsel in Dänemark, die über ein Brückensystem an das nordwestlich gelegene Fünen angebunden ist. Östlich erstreckt sich der Langelandsbelt, der als südliche Verlängerung des Großen Belts einen der dänischen Ostseezugänge bildet. Langeland ist Teil der Inselwelt der sogenannten Dänischen Südsee.
Die 284 km² große Insel Langeland gliedert sich von Nord nach Süd in drei Verwaltungsbezirke:
- Tranekær
- Rudkøbing
- Die Rudkøbing-Kummune bildet die Inselmitte und beherbergt die südlichste Hauptverkehrsachse Dänemarks in West-Ost-Richtung. Die Verbindung nach Westen wird über die Brücke in Rudkøbing, die nach Osten mit der Fährverbindung Spodsbjerg-Tårs (Insel Lolland) hergestellt. Durch außerordentlich flache Gewässer hindurch verkehrt außerdem eine moderne Fähre von Rudkøbing nach Marstal auf der Nachbarinsel Ærø.
- Südlangeland
- Der südliche Inselteil liegt abseits der großen Verkehrswege. Im November 2003 wurde die jahrzehntelang existierende Fährlinie nach Deutschland (Bagenkop - Kiel) mit einer bis zu 140 PKW fassenden Auto/Personen-Fähre endgültig eingestellt, da sie nach Beendigung des zollfreien Einkaufs innerhalb der EU (Butterfahrt) nicht mehr wirtschaftlich rentabel betrieben werden konnte. Touristisch interessante Punkte in Südlangeland sind u. a. das Ristinge-Kliff in Sichtweite der Insel Ærø und der Leuchtturm "Keldsnor Fyr" nahe dem Fischer- und Segelhafen Bagenkop an der Südspitze der Insel. Auch befindet sich hier das Langelandsfort, ein Militärstützpunkt während des kalten Krieges, verlor es nach dessen ende seine Bedeutung. Es wurde 1993 in ein Museum umgewandelt wo unter anderem zwei Düsenjäger (Saab J-35 Draken und MIG-23) zu besichtigen sind.
Der berühmteste Sohn der Insel ist der Entdecker des Elektromagnetismus Hans Christian Ørsted.
Siehe auch: Liste dänischer Inseln
Weblinks
Koordinate: 54° 55′ 47" n. Br., 10° 46′ 41" ö. L.
