Langer Eugen
Der Lange Eugen ist ein Hochhaus in Bonn, das bis zum Regierungsumzug Abgeordnetenbüros beherbergte. Nach Abschluss des derzeit laufenden Umbaus (voraussichtlich Oktober 2005) wird das denkmalgeschützte Gebäude von insgesamt 11 Organisationen der Vereinten Nationen genutzt werden.
Gebaut wurde das 114 Meter hohe Gebäude zwischen 1965 und dem 19. Februar 1969 nach Plänen des Architekten Egon Eiermann. Seinen Namen hat der Lange Eugen vom ehemaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmaier, dem zum einen eine besondere Förderung des Projektes und zum anderen eine geringe Körpergröße zugeschrieben wurden. Die Baukosten betrugen 50 Millionen Mark,
Die 29 Etagen waren für damalige Verhältnisse luxuriös ausgestattet: Jedem Abgeordneten stand ein 17 m² großes Büro zur Verfügung, für die Schreibkräfte waren Großraumbüros vorhanden. Die Cafeteria im obersten Stockwerk war öffentlich zugänglich und beeindruckte durch den Blick auf das Siebengebirge.
Nachdem der Bundestag im Sommer 1999 umgezogen war, wurde der Lange Eugen zunächst durch verschiedene nationale und internationale Bildungseinrichtungen genutzt. Am 28. Mai 2003 beschloss das Bundeskabinett, das Gebäude den Vereinen Nationen zur dauerhaften Nutzung zu überlassen. In der Folge wurde der Lange Eugen umfangreich renoviert und umgebaut, wobei auf weitestgehenden Erhalt der Architektur Eiermanns Wert gelegt wurde. Die Kosten für die Renovierung werden auf 54,7 Millionen Euro veranschlagt.
