Laufzeitröhre
Mit Laufzeitröhre bezeichnet man in der Hochfrequenztechnik Mikrowellenröhren, deren Arbeitsprinzip die Laufzeitsteuerung ist.
In Rundfunkröhren (die heute meist nur noch in High-End-Geräten zu finden sind), wird die Dichte des Elektronenstroms gesteuert. Dabei dürfen sich die zwischen den Elektroden auftretenden Wechselfelder nicht nennenswert ändern, während die Elektronen den Raum zwischen ihnen durchlaufen. Die Abstände der Elektronen können aber nicht beliebig klein gemacht werden, sodass diese Bedingung in Röhren, die im Mikrowellenbereich arbeiten, nicht mehr erfüllt ist. Deswegen wendet man bei Röhren für diesen Frequenzbereich ein anderes Steuerprinzip, das der Laufzeitsteuerung an:
Man erhält durch ein Steuerfeld für die Elektronen einer zunächst gleichmäßigen Strömung kleine Geschwindigkeitsschwankungen. Dadurch bilden sich auf dem Weg der Elektronen dichtere Gruppen: ein gepulster Strom. Voraussetzung dafür ist eine entsprechend lange Elektronenlaufzeit; daher kommt die Bezeichnung.
Es gibt mehrere Typen von Laufzeitröhren: Das Klystron gehört zum Typus der Triftröhren, die Wanderfeldröhre zum Typus der Lauffeldröhren.
