Laurence Sterne

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Laurence Sterne [stɜːɹn] (* 24. November 1713 in Clonmel, Irland; † 18. März 1768 in London) war ein englischer Schriftsteller.

Leben

Sterne studierte Theologie an der Universität Cambridge und wurde 1720 Pfarrer in Sutton. Einer anderen Quelle zufolge trat er 1738 eine Pfarrstelle in Sutton-on-the-Forrest an.

1741 heiratete er Elizabeth Lumley.

Er siedelte 1760 nach London über, bereiste dann Frankreich und Italien.

Sterne starb 1768 in London an Tuberkulose. Nach seinem Tod wurde Sternes Leichnam von den Wiederauferstehungsmännern nach Cambridge auf die Anatomie verkauft.

Werk

[[Bild:The siege of namur by captn shandy and corporal trim.jpg|thumb|360px|The siege of namur by captn shandy and corporal trim. Stich von Henry William Bunbury. Veröffentlicht am 26 Januar 1773 von J. Bretherton, London. Teil einer Serie von Illustrationen zu Laurence Sternes Tristram Shandy.]]

Sein Hauptwerk ist The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman (Lond. 1759-67, 9 Bde., oft aufgelegt; deutsch von Gelbke, Hildburgh. 1869), von dem – trotz negativer Kritik von Samuel Johnson und Horace Walpole – die beiden ersten Bände ihn bereits auf den Gipfel der Popularität erhoben. Die weiteren acht Bände erschienen zwischen 1761 und 1767. Die Neuheit und Seltsamkeit seines Stils erregte allgemeines Aufsehen; er wurde der verzogene Liebling der feinen Gesellschaft Londons. Tristram Shandy ist eine Erzählung, die aus einer Reihe von Skizzen besteht und teils unter der Maske des Yorick, eines Geistlichen und Humoristen, teils unter derjenigen des fantastischen Tristram vorgetragen wird. Das Ganze ist, ähnlich wie bei unserem Jean Paul, mit wunderlicher Gelehrsamkeit verquickt und mehr ein buntes Durcheinander als ein planvolles Kunstwerk.

Von 1762 bis 1766 bereiste er Kontinentaleuropa und schrieb 1768 A Sentimental Journey Through France and Italy (Lond. 1768 u. öfter; deutsch von Böttger, Berl. 1856; von Eitner, Hildburgh. 1868; nicht fertiggestellt). Es ist viel lesbarer als Tristram Shandy geblieben. Der geistvolle, scharf beobachtende, tief empfindende Reisende, hinter dessen leicht hingeworfenen Liebesabenteuern man übrigens kaum einen Geistlichen vermutet, ist eins der frischesten und unvergänglichsten Charakterbilder des 18. Jahrhunderts.

Außer den genannten Schriften erschienen von Sterne mehrere Bände Sermons (1760 ff.), die nicht minder den Humoristen verraten, sowie nach seinem Tod Letters to his most intimate friends (1775, 3 Bde.) und sein Briefwechsel mit Elisa (Elizabeth Draper), einer indischen Lady, zu der er eine Zeitlang in einem Liebesverhältnis stand (1775).

Von den vielen Gesamtausgaben der sterneschen Werke ist die neueste, mit Sternes Selbstbiografie, von Browne besorgt (1884, 2 Bde.).


90px Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Der Wissensstand von damals kann inzwischen überholt sein. Wenn du der Meinung bist, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dann kann dieser Hinweis aus dem Artikel entfernt werden.

Literatur

Personendaten
Sterne, Laurence
britischer Schriftsteller
24. November 1713
Clommel, (Irland)
18. März 1768
London


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See also: Laurence Sterne, 1713, 1738, 1741, 1768, 18. März