Viviparie
Viviparie (lateinisch: viviparus - lebend gebärend), Fortpflanzung, bei der die Jungtiere im Gegensatz zur Oviparie während ihrer gesamten Embryonalentwicklung im Mutterleib verbleiben. Lebend gebärende Tiere bezeichnet man als vivipar. thumb|150px|menschlicher Fötus
Während bei der Ovoviviparie (auch: aplazentale Viviparie) dotterreiche Nähreier im Mutterleib ausgebrütet werden und die Embyonen lediglich durch die im Dottersack des Eis gespeicherten Nährstoffe genährt werden, werden die Embryonen plazental viviparer Tiere über den Kreislauf des Muttertieres versorgt, meist mit Hilfe einer Plazenta. Die Übergänge sind allerdings fließend.
Viviparie kommt bei allen Säugetieren vor, außer den Eier legenden Kloakentieren (Ursäuger), aber auch bei Amphibien, einigen Reptilien, wenigen Knochenfischen und manchen Wirbellosen. Bei Knorpelfischen ist die Viviparie recht häufig und im Falle der Hammerhaie und der meisten Grundhaie sogar plazental.
Da sich die Jungtiere viviparer Arten während ihrer Embryonalentwicklung im engen Mutterleib entwickeln, haben diese Arten im Vergleich zu oviparen meist weniger Nachkommen.
In der Botanik wird der Begriff Viviparie zur Bezeichnung von Fortpflanzungsformen verwendet, bei denen der Sämling auf der Mutterpflanze verbleibt, sowie für bestimmte Formen vegetativer Vermehrung, wenn erbgleiche Tochterpflanzen aus den Blütenanlagen entstehen.
Im deutschen Sprachgebrauch wird in der Literatur auch häufig der Begriff Lebendgebärend gebraucht.
