Vitalfunktion

Als Vitalfunktionen (lateinisch vita [weiblich] - das Leben und functio [weiblich] - die Funktion) werden in der Medizin die lebenswichtigen Vorgänge

bezeichnet.

Die Kontrolle der Vitalfunktionen ist wesentlicher Bestandteil des diagnostischen Blocks im Rahmen der Sofortmaßnahmen (Siehe auch "BAK-Schema").

Eine Störung der Vitalfunktionen führt zu einer Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, wodurch die Gefahr eines Hirntodes besteht. Alle Maßnahmen im Rahmen der Ersten Hilfe bei einem Notfall zielen dabei auf die Sicherstellung der Vitalfunktionen bzw. bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung auf deren künstlichen Ersatz. Neben den Sofortmaßnahmen ist auch das schnelle Herbeirufen (Notruf) des Rettungsdienstes einschließlich des Notarztes entscheidend.

Als quasi "umgekehrte" Diagnostik ist das Beurteilen so genannter sicherer Todeszeichen bei der Leichenschau zu sehen, welche, wenn mehrfach vorhanden, unmöglich zusammen mit Vital- oder Lebenszeichen auftreten können.

Vitalzeichen waren historisch v. a. bei Unklarheit darüber, ob ein meist länger Schwerkranker nun tatsächlich verstorben war, eine wichtige diagnostische Hilfe. Dies waren insbesondere folgende Symptome:

Heutzutage ist Rettungspersonal verpflichtet, keine Zeit mit der Prüfung eventueller positiver Lebenszeichen zu verlieren und bis zum Auftreten der sicheren Todeszeichen davon auszugehen, dass die Person noch lebt, und entsprechende Reanimationsversuche zu unternehmen.


Siehe auch Glasgow Coma Scale, Scheintod, Hirntoddiagnostik, Todeszeichen, Leichenschau


Hinweis Gesundheitsthemen

See also: Vitalfunktion, Arterie, Atmung, Augenbindehaut, Augenspiegelung, BAK-Schema, Bewusstsein, Blutkreislauf, Diagnostischer Block, Elektroenzephalogramm