Legato
Die Spielanweisung legato (gebunden) gibt an, dass die Töne einer Melodienfolge ohne Unterbrechung oder Neuartikulation erklingen sollen. Die Kennzeichnung geschieht durch einen Bindebogen über den gebundenen Noten oder - bei längeren Phrasen - die ausgeschriebene Anweisung im Notenblatt.
[[Bild:Legato.PNG|center|Notation des Anfangs von Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier I Preludium Nr.1]]
Ähnlich notiert wird die Ligatur, bei der aufeinander folgende Töne direkt verbunden werden. Das Gegenteil von Legato ist Staccato. Eine Mischform ist das Portato.
Das Legato als Anschlagsart beim Klavier wird dadurch realisiert, dass immer mindestens ein Finger „auf der Tastatur“ ist (ähnlich wie beim Gehen (Sport) immer mindestens ein Bein den Boden berühren muss). Bei Streichinstrumenten wird das Legato normalerweise dadurch realisiert, dass die betreffenden Noten unter dem Bindebogen auf dem Instrument während nur eines einzigen „Strichs“, das heißt ohne Richtungswechsel der Bogenbewegung, ausgeführt werden. Bei Blasinstrumenten erreicht man das Legato, indem die zu bindenden Töne durch einen ununterbrochenen Luftstrom erzeugt werden.
