Leukozyt

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Leukozyten (Singular der Leukozyt) oder weiße Blutkörperchen sind Zellen des Blutes und dienen als Bestandteil des Immunsystems der Abwehr von Infektionen. Man unterscheidet folgende drei Untergruppen: Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten.
Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Die Leukozyten bilden den zellulären Anteil des Abwehrsystems des Körpers. Sie sind im Gewebe der Organe für die Abwehr gegen Fremdmaterial verantwortlich. Dies kann aus Krankheitserregern wie Bakterien, Viren oder Parasiten bestehen, aber auch aus entarteten oder abgestorbenen körpereigenen Zellen.

Die Aufgabe nehmen Leukozyten je nach Untergruppe unterschiedlich wahr. Neutrophile Granulozyten und Makrophagen sind zum Beispiel als Bestandteil der unspezifischen Abwehr zur Phagozytose fähig; dabei nehmen sie Fremdmaterial auf und machen es mit Hilfe gespeicherter Enzyme unschädlich, sie werden auch Fresszellen genannt. B-Lymphozyten produzieren nach geeigneter Stimulation speziell gegen bestimmte Erreger oder schädigende Stoffe gerichtete Antikörper; sie gehören somit zur spezifischen Abwehr. [[T-Lymenen unter anderem der Koordination zwischen spezifischer und unspezifischer Abwehr.

Leukozyten sind immer an einer Entzündungsreaktion beteiligt und in der Lage, durch freigesetze Botenstoffe (Mediatoren wie Zytokine und Leukotriene) diese aufrechtzuhalten und zu modulieren, aber auch zu beenden.

Bildung und Morphologie

Die Leukozyten werden beim Erwachsenen im roten Knochenmark der Plattenknochen (Brustbein und Becken) gebildet. Bei Kindern befindet sich blutbildendes rotes Knochemark zusätzlich in den langen Röhrenknochen der Arme und Beine. Die normale Leukozytenzahl im Blut liegt zwischen 4.000 und 10.000/µl.

Die Zellen sind kernhaltig und werden aufgrund ihrer Abstammung und Farbe in der Pappenheim-Färbung wie folgt unterschieden (s.a. Differentialblutbild):

Aus den myeloiden Stammzellen entstehen auch die Vorläufer der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und der Blutplättchen (Thrombozyten), die jedoch nicht zu den Leukozyten gehören.

Erkrankungen

Die Anzahl der Leukozyten ist bei Infektionskrankheiten in Verbindung mit Fieber in der Regel erhöht, weil der Körper sich gegen Krankheitserreger wehrt. Eine sehr ähnliche Reaktion können auch andere Vergiftungen und allergische Reaktionen hervorrufen.

Bei einer Leukämie ist die Leukozytenzahl meist stark erhöht. Dabei treten unreife und somit auch funktionsuntüchtige Zellen aus dem Knochenmark im Blut auf. Die medizinische Folge sind erhebliche Anfälligkeiten für Infektionen.

Lebensdauer 2-4 Tage. 3 Typen.

Bei der Immunschwächekrankheit AIDS vermehrt sich der Erreger, das HI-Virus, über die T-Helferzellen, die am Anfang der Immunabwehr stehen. Dadurch bricht langsam die komplette Immunabwehr zusammen und der Erkrankte kann letztlich allen erdenklichen Krankheitserregern zum Opfer fallen. Typisch ist nach Ausbruch der Krankheit eine spezielle Lungenentzündung an der gesunde Menschen nicht erkranken können.

Sonstiges

Im Gegensatz zu den roten Blutkörperchen beinhalten Leukozyten die Erbinformationen (DNA) des jeweiligen Menschen oder Tieres.

Eine verminderte Anzahl von Leukozyten kann durch erhebliche Blutverluste oder erheblichen Verbrauch von Leukozyten, beispielsweise durch massiven Befall mit Bakterien, auftreten.

Normalwerte für die Anzahl von Leukozyten sind in der Tabelle bei Labormedizin zu finden.

Siehe auch:

Lymphknoten


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See also: Leukozyt, Allergie, Antikörper, B-Lymphozyt, Bakterien, Basophiler Granulozyt, Becken, Blut