Lex Miquel-Lasker

Die lex Miquel-Lasker (oder auch nur lex Lasker) ist ein verfassungsänderndes Reichsgesetz vom 20. Dezember 1873. Durch die Änderung der Reichsverfassung wurde die Gesetzgebungskompetenz des Reiches auf das gesamte bürgerliche Recht ausgeweitet. Es wurde von den nationalliberalen Abgeordneten Johannes von Miquel und Eduard Lasker durchgesetzt, nachdem ihre Anträge insgesamt vier Mal an Reichs- oder Bundestag gescheitert waren. Bis zur lex Miquel-Lasker hatte der Reichstag im zivilrechtlichen Bereich lediglich die Gesetzgebungskompetenz für das Schuldrecht; es bereitete so maßgeblich den Weg für die vereinheitlichende Gesetzgebung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

See also: Lex Miquel-Lasker, 1873, 20. Dezember, Bismarcksche Reichsverfassung, Bürgerliches Gesetzbuch, Deutsches Reich, Eduard Lasker, Johannes von Miquel, Nationalliberale Partei