Liberia

Dieser Artikel behandelt den Staat Liberia. Für die gleichnamige römische Göttin siehe Liberia (Mythologie).


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125px|Flagge Liberias
(Details)
Wahlspruch: "The love of liberty brought us here"
Amtssprache Englisch
Hauptstadt Monrovia
Staatsform Präsidialdemokratie
Staatsoberhaupt Präsident Gyude Bryant
Fläche 111.370 km²
Einwohnerzahl 3.390.635 (Stand Juli 2004)
Bevölkerungsdichte 30,4 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit am 26. Juli 1847
Währung Liberianischer Dollar
Zeitzone UTC
Nationalhymne All Hail, Liberia Hail
Kfz-Kennzeichen LB
Internet-TLD .lr
Vorwahl +231
330px|none|Karte Afrika, Liberia hervorgehoben
Karte von Liberia

Die Republik Liberia (manchmal auch Liberien) ist ein Staat in Westafrika. Er grenzt an Côte d'Ivoire, Guinea und Sierra Leone sowie an den Atlantik.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Liberia liegt im Südwesten Westafrikas und hat eine Atlantikküste. Nachbarländer sind Côte d'Ivoire, Guinea und Sierra Leone. Es liegt hauptsächlich in der tropischen Regenwaldzone.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Monrovia 939.524 Einwohner, Gbarnga 45.835 Einwohner, Bensonville 33.188 Einwohner Harper 32.661 Einwohner, Buchanan 25.731 Einwohner, Zwedru 25.678 Einwohner und Yekepa 24.695 Einwohner.

Bevölkerung

Sprachen

Mande wird im Osten und Nordosten des Landes gesprochen und Kru im Südwesten. Englisch ist die Muttersprache von 2,5 % der Bevölkerung, die als Nachfahren der aus den USA rückgesiedelten, befreiten Sklaven gelten. Sonst wird Englisch als Verwaltungssprache genutzt. Weitere Sprachen in Liberia sind Gola, Kpelle u. a.

Religion

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Liberias.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erreichten Portugiesen die Küste des heutigen Liberias, ohne dass es zu einer Erkundung des Landes kam. Im Jahr 1822 kaufte die American Colonization Society den Küstenstreifen um dort Kolonialherren zu werden. Die Herrschaft dieser schwarzen Elite wurde erst im April 1980 durch einen Putsch durch Samuel K. Doe brutal gebrochen. Am 22. April wurden dreizehn Vertreter der früheren Regierung, darunter mehrere Minister und der ältere Bruder des abgesetzten Präsidenten William R. Tolbert, erschossen. Das Land versank in der Folge zunehmend im Chaos, das bis heute nicht beseitigt werden konnte und die gesamte Region destabilisiert.

Doe wurde 1989 abgesetzt, danach herrschte 14 Jahre lang Bürgerkrieg. Nachdem der Waffenstillstand der Bürgerkriegsparteien 2003 besiegelt war, verließ Präsident Taylor das Land. Eine Übergangsallparteienregierung wurde eingesetzt mit Gyude Bryant als Staatsoberhaupt.

Heute stehen die Chancen für einen Wiederaufbau nicht schlecht:

Allerdings sank während des Bürgerkriegs das Pro-Kopf-Einkommen unter 125 Euro; die Arbeitslosigkeit liegt bei 85 %.

Politik

Die seit 1847 bestehende Republik Liberia ist der zweitälteste unabhängige Staat Afrikas. 1984 wurde eine neue Verfassung durch Volksabstimmung angenommen, die sich wie die vorhergehende, eng an das US-amerikanische Modell anlehnt. Sie definiert Liberia als präsidiale Republik.

Der für sechs Jahre gewählte Präsident ist danach zugleich Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die Legislative liegt beim Parlament, das aus zwei Kammern besteht: dem Senat mit 26 und dem Repräsentantenhaus mit 58 gewählten Abgeordneten. Weiße haben in Liberia kein Wahlrecht.

Verwaltungsgliederung

Liberia gliedert sich in 15 Regionen (Counties). Diese sind (in Klammern die Hauptstadt):

Bomi (Tubmanburg), Bong (Gbarnga), Gbarpolu (Bopolu), Grand Bassa (Buchanan), Grand Cape Mount (Robertsport), Grand Gedeh (Zwedru), Grand Kru (Barclayville), Lofa (Voinjama), Margibi (Kakata), Maryland (Harper), Montserrado (Bensonville), Nimba (Sanniquellie), Rivercess (Rivercess), River Gee (Fish Town) und Sinoe (Greenville).

Wirtschaft

Kultur

Weblinks

!Kategorie:Staat

See also: Liberia, 15. Jahrhundert, 1847, 1980, 1984, 26. Juli, Afrika, Algerien