Lída Baarová
thumb|right|200px|Lída Baarová Lída Baarová (* 14. September 1914 als Ludmila Babková in Prag, † 28. Oktober 2000 in Salzburg) war eine tschechische Schauspielerin und Geliebte von Joseph Goebbels.
Nach ihrer Ausbildung am Schauspielkonservatorium in Prag drehte sie mit 17 Jahren ihren ersten Film. 1934 wurde sie von der Ufa engagiert und drehte 1935 "Baccarole". Die männliche Hauptrolle in dieser Produktion spielte Gustav Fröhlich, mit dem Baarová liiert war; sie bewohnten zusammen ein Haus auf der Halbinsel Schwanenwerder in Berlin. Es folgten weitere Filme ("Einer zuviel an Bord" (1935), "Verräter" (1936), "Patrioten" (1937) und "Die Fledermaus" (1937) und Engagements am Deutschen Theater und an der Volksbühne.
Nachdem sie Joseph Goebbels begegnet war, entwickelte sich zwischen beiden eine heftige Liebesaffäre, die auch öffentlich bekannt wurde. Goebbels war bereit, sich wegen Baarová scheiden zu lassen. Erst auf Betreiben von Magda Goebbels beendete ein Machtwort Hitlers das Verhältnis. Baarová erhielt danach keine Engagements mehr in Deutschland. Ihr 1938 gedrehter Film "Preussische Liebesgeschichte" (mit Willy Fritsch) erhielt Aufführungsverbot und wurde erst 1950 unter derm Titel "Liebeslegende" in der Bundesrepublik gezeigt.
1938 ging Baarová wieder in die Tschechoslowakei und später nach Italien, konnte aber in der Filmbranche nicht mehr richtig Fuß fassen. 1956 ließ sie sich von ihrem Ehemann Jan Kopecky scheiden und spielte Theater in Österreich und Deutschland.
1958 heiratete sie in Salzburg den schwedischen Professor Kurt Lundwall, mit dem sie eine glückliche Ehe verbrachte, bis ihr Mann 1980 starb. Lída Baarová verbrachte die restlichen zwanzig Jahre ihres Lebens einsam in Salzburg.
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