Lina Hähnle

Lina Hähnle (* 3. Februar 1851 in Sulz am Neckar; † 1. Februar 1941 in Giengen an der Brenz) war die Gründerin und für fast 40 Jahre Vorsitzende des Bundes für Vogelschutz (BfV). Von diesem Amt rührt ihr Spitzname Deutsche Vogelmutter her.

Hähnle wurde als Tochter des Salineninspektors Johannes Hähnle und von Karoline Friederike Rettig geboren. 1871 heiratete sie ihren Cousin, den Fabrikanten und späteren Reichstagsabgeordneten Hans Hähnle. Früh begann Lina Hähnle in der Filzfabrik ihres Mannes in Giengen, sich um die sozialen Belange zu kümmern. In ihrem ehemaligen Wohnhaus richtete sie eine Krippe für die Kinder der Arbeiter ein.

1899 gründete sie in Stuttgart den Bund für Vogelschutz und übernahm dessen Vorsitz. Mit Hilfe guter Kontakte zu Abgeordneten des Reichstages gelang es ihr, 1908 eine Verschärfung des Reichvogelschutzgesetzes zu erreichen. Sie entwickelte die noch heute vom Naturschutzbund Deutschland praktizierte Strategie, Lebensräume von Vögeln durch den Ankauf von Landstücken zu bewahren. Ende 1938 übergab sie den Vorsitz des BfV an den bisherigen Vizepräsidenten Reinhard Wendehorst. Zweieinhalb Jahre später starb sie zwei Tage vor ihrem 90. Geburtstag.

Für ihr Engagement wurde Lina Hähne die Ehrenbürgerwürde der Städte Giengen an der Brenz und Bad Buchau verliehen. In Stuttgart erinnert seit 1952 ein Gedenkstein an sie.

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Personendaten
Hähnle, Lina
Gründerin des Bundes für Vogelschutz
3. Februar 1851
Sulz am Neckar
1. Februar 1941
Giengen an der Brenz

See also: Lina Hähnle, 1. Februar, 1851, 1871, 1899, 1908, 1941, 1952, 3. Februar