Linienprojektorganisation
Differenzierung Primär- und Sekundärorganisation
Zur Lösung von Projektaufgaben muss nicht grundsätzlich eine eigenständige Projektorganisation eingerichtet werden. Das Projekt kann auch in die gegebene Aufbauorganisation integriert werden. Dies gilt vor allem für funktional ausgerichtete Projekte, wie z.B.:
- Markteinführungsprojekte, die der Einführung von neuen Produkten am Markt dienen.
- Entwicklungsprojekte, die zur Entwicklung neuer Produkte in der Produktion eingesetzt werden.
- Informatikprojekte, die in der Verwaltung eingerichtet werden, um die Informations- und Kommunikationstechnologie zu verbessern.
Bei der Linienprojektorganisation wird ein Projekt im jeweiligen Funktionsbereich eingegliedert. Der Projektmanager ist dem Leiter der Fachabteilung direkt unterstellt. Das kann einen Nachteil darstellen, da der Projektmanager von den Intentionen des Fachabteilungsleiters abhängig ist.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Bessere Koordination durch fachliche Zuordnung
- Fähige Mitarbeiter müssen nicht an andere Fachabteilungen abgegeben werden
- Bereichsressourcen stehen unmittelbar dem Projekt zur Verfügung
Nachteile
- Die Bedeutung der Projekte wird aufbauorganisatorisch nicht deutlich
- Die Stellung und Durchsetzungskraft des Projektmanagers ist von den Intentionen des Fachabteilungsleiters abhängig
- Weniger Identifikation der Unternehmensleitung mit dem Projekt
Literatur
Manfred Burghardt: Einführung ins Projektmanagement. 3. Auflage. Publicis-MCD-Verlag, München 2001
