Lipom

Lipom bezeichnet einen gutartigen Tumor der Fettgewebszellen (s.a. Neoplasie). Lipome sind die häufigsten mesenchymalen Tumoren des Menschen und zeichnen sich meist durch ihre oberflächliche Lage, gute Abgrenzung und langsames Wachstum aus. Lipome sind selten bereits bei der Geburt vorhanden oder entwickeln sich in den ersten Lebensjahren, zumeist entstehen Lipome im mittleren und höherem Lebensalter. Wenn eine Vielzahl von Lipomen auftritt, spricht man von einer Lipomatose. Die Behandlung erfolgt bei oberflächlichen Tumoren durch chirurgische Exzision meist zur Diagnosesicherung oder auch aus kosmetischen oder mechanischen Gründen. Dabei wird die Geschwulst unter lokaler Betäubung entfernt und einer feingeweblichen (histologischen) Untersuchung zugeführt. In seltenen Fällen können Lipome tief in der Muskulatur oder dem Bauchraum lokalisiert sein, hier ist eine Abgrenzung von den malignen Fettgewebstumoren (Liposarkomen) notwendig, diese kann nur histologisch erfolgen. Es gibt eine Vielzahl von histologisch definierten Subtypen des Lipoms, die sich durch bevorzugte Lokalisationen, Altersgruppen und ein teils spezielles biologisches Verhalten unterscheiden können.

Subtypen des Lipoms:

Fibrolipom, Spindelzelllipom, Pleomorphes Lipom, Myxolipom, Angiolipom, Myolipom, Chondrolipom, intramuskuläres Lipom, Lipoblastom, Hibernom

See also: Lipom, Benigne, Histologie, Neoplasie, Tumor, Liposarkome, Lipomatose