Lockheed P-38

thumb|right|200px|Lockheed P-38 Lightning

Die Lockheed P-38 Lightning war ein von Lockheed konzipierter, zweimotoriger Abfangjäger, der im Zweiten Weltkrieg vor allem als Begleitjäger und Jagdbomber eingesetzt wurde. Die P-38 war einer der Standardjäger der USAAF im Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Planung

Lockheed wurde, ebenso wie Boeing, Consolidated, Curtiss, Douglas und Vultee aufgefordert, an einer Ausschreibung des USAAC teilzunehmen, die den Entwurf eines zweimotorigen Abfangjägers verlangte. Die Mindestanforderungen waren:

Allgemeines

Hall Hibbard und Clarence "Kelly" Johnson legten, nachdem sie verschiedene Entwürfe analysiert hatten, der Kommission der USAAC das Modell "22-64-01" vor, welches aus einer Dreirumpfstruktur bestand. Trotz des von der Jury als kritisch - weil komplett neu - eingestuften Designs, entschied sie sich am 23. Juni 1937 für das von Lockheed entworfene Modell.

Entwicklungsstufen

Es gab in der doch recht kurzen Zeit, in der die P-38 an den Luftkämpfen teilnahm, einige Entwicklungsstufen.

Lockheed XP-38

Lockheed YP-38 Lightning

Die YP-38 war genau genommen nur die Produktionsversion des Prototypen XP-38. Sie war etwas leichter als die XP, da ihre Struktur überarbeitet wurde. Die YP ist dennoch etwas langsamer als die XP, da sie breitere Kühlklappen besitzt. Ein Problem tritt bei Sturzflügen auf, da dabei das Heck anfangen kann, wild zu springen.

Lockheed P-38 Lightning

Die P-38 hatte dieselben Motoren wie die YP-38. Die Bewaffnung wurde allerdings geändert, und bestand aus einer 37-mm-Kanone und vier 12,7-mm-Maschinengewehren. Es wurde eine zusätzliche Panzerplatte und kugelsicheres Glas angebracht, um die Sicherheit des Piloten zu verbessern. Für Nachtflüge wurden fluoreszierende Instrumentenbeleuchtungen angebracht.

Im Einsatz

Auf dem europäischen Kriegsschauplatz war das Muster als Begleitjäger nicht erfolgreich. General James H. Doolittle bezeichnete die P-38 als "zweitklassig". Fast alle Einheiten der 8th Air Force wurden von der P-38 auf die North American P-51 umgerüstet. Die Lightnings gingen an die 9th Air Force, die sie erfolgreich als Jagdbomber einsetzte.

Die produzierten Stückzahlen waren nicht sehr hoch, aber da die P-38 aufgrund der Ablehnung des Typs durch die 8th Air Force vor allem im Pazifik-Raum zum Einsatz kam, zerstörte das Muster mehr japanische Flugzeuge als jeder andere Jäger der USAAF. Einer der bekanntesten Lightning-Einsätze des Krieges war der am 18. April 1943, als eine Staffel Lightnings das Flugzeug abschoss, in dem Admiral Isoroku Yamamoto saß, wahrscheinlich Japans wichtigster Befehlshaber.

Die Lightning wurde auch als Fotoaufklärer eingesetzt. Der berühmteste Pilot der Aufklärungsvariante war der Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry, der von einem Lightning-Einsatz am 31. Juli 1944 vor Korsika nie zurückkehrte. Erst 2000 wurden Teile des Wracks seiner Maschine entdeckt.

technische Daten

Lockheed P-38L:
Kenngröße Daten
Länge    11,55 m
Flügelspannweite    15,88 m
Höhe    2,99 m
Antrieb    Zwei Allison V-1710-111 V-12 Triebwerke mit je 1.475 PS
Höchstgeschwindigkeit    663 km/h in 7.620 m Höhe
Größte Reichweite    3.620 km
Besatzung    1 Mann
Dienstgipfelhöhe    13.390 m
Leergewicht    5.800 kg
Fluggewicht    7.950 kg
Bewaffnung    Vier 12,7 mm MGs, eine 20 mm Kanone,
bis zu 1.820 kg Bomben oder 12,7 cm Raketen

siehe auch

See also: Lockheed P-38, 18. April, 1937, 1943, 1944, 2000, 23. Juni, 31. Juli, Abfangjäger, Antoine de Saint-Exupéry