Logischer Fehler

Der logische Fehler bezeichnet einen Fehler im logischen Schließen, in einer Begriffsdefinition, in einer Beweisführung oder in einer Widerlegung, der entweder hervorgerufen wird durch eine Verletzung der Gesetze der Logik oder durch eine Entstellung der Formen des Denkens. Es ist eine alte Tradition, die logischen Fehler in drei Gruppen einzuteilen:

Inhaltsverzeichnis

Zu I. Fehler in bezug auf die Prämissen, d.h. in den Beweisgründen (principia demonstrandi)

Zu II. Fehler in bezug auf die These, d.h. auf den Gedanken, der noch bewiesen werden soll

Zu III. Fehler in der Argumentation, d.h. in der Form des Schließens, der Folgerung

Zu dieser Gruppe von Fehlern gehören auch die folgenden:

1. a dicto secumdum quid ad dictum simpliciter: vom bedingt gesagten zum schlechthin Gesagten

2. a sensu divisio ad sensum compositum: von der Distributivbedeutung zur Kollektivbedeutung

3. fallacia consequentis: Fehler bezüglich der Folge (siehe auch fallacia plurium interrogationum)

4. Fehler im Analogieschluss

5. Fehler in der Begriffsbestimmung

Weitere Einteilungsmöglichkeit der logischen Fehler

Manchmal teilt man die logischen Fehler in

Logische Fehler unterscheiden sich von sachlichen oder faktischen Fehlern, die als Entstellung der Beziehungen zwischen den Gegenständen der objektiven Realität in den Gedanken gelten. Zu den sachlichen Fehlern gehören seit Aristoteles z.B. Fehler wie der akzidentielle Fehler, der reversible akzidentielle Fehler, der nicht zutreffende Schlußsatz, der Fehler vom falschen Grund und der Fehler vieler Fragen. Während logische Fehler in der Regel ohne Kenntnis des Gegenstandes nachgewiesen und korrigiert werden können, können sachlicher Fehler nur von dem bemerkt und korrigiert werden, der den Gegenstand selbst kennt, um den es sich handelt.

siehe auch Fehler im Syllogismus, argumentum, Argument

See also: Logischer Fehler, Argument, Argumentation, Argumentum, Aristoteles, Außenbegriff, Beziehung, Elegchos, Fallacia fictae universalitatis, Fehler im Analogieschluss