George Gordon Byron, 6. Baron Byron of Rochdale

George Gordon Noel Byron, 6. Baron Byron of Rochdale (* 22. Januar 1788 in London; † 19. April 1824 in Mesolóngi, Griechenland), genannt Lord Byron, war ein englischer Dichter, Enkel von John Byron, einem Südseeforscher. Lord Byron war der Vater von Ada Lovelace.

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1808 nahm Byron seinen Sitz im House of Lords ein. 1809 unternahm er eine große Reise in den Mittelmeerraum: über Lissabon fuhr er nach Spanien und besuchte Malta, Albanien, Griechenland und die Küste Kleinasiens. Nach seiner Rückkehr wurde Byron 1812 durch die Publikation des ersten Cantos von Childe Harold quasi über Nacht bekannt. Nachdem er sich in seiner englischen Heimat wiederholt der Kritik und den Anfeindungen der dortigen Gesellschaft ausgesetzt sah, besonders durch die skandalumwobene Trennung von Lady Byron (née Annabella Milbanke), verließ er England im Jahr 1814 auf Dauer und ließ sich in Venedig nieder. 1817 verkaufte er den Familienstammsitz Newstead Abbey. Auf Grund einer Liebesbeziehung zu Teresa Guiccioli, die der italienischen Separatistenorganisation der Carbonari angehörte, geriet er in Konflikt mit der italienischen Krone und wurde zusammen mit Guiccioli nach Pisa verbannt, wo sie bis 1823 lebten. Dort entstand auch der Pisan Cycle. Anfang 1823 nahm Byron als Philhellene das ihm angebotene Kommando über die freien griechischen Streitkräfte an, starb jedoch wenig später in Griechenland in Mesolongi an den Folgen einer Unterkühlung. Wegen seines Engagements für die griechische Unabhängigkeitsbewegung ist er dort bis heute wohlbekannt und hoch angesehen.

Byrons Werke, die der englischen Spätromantik (sog. Schwarze Romantik oder Negative Romantik) zuzuordnen sind, sind geprägt von Ablehnung gegenüber althergebrachten Strukturen; seine Helden sind, vielleicht als Projektion oder Inszenierung seiner selbst, intelligent, mutig und leidenschaftlich, jedoch gleichermaßen rastlos, verletzlich und einsam, so dass ihnen letztlich Zufriedenheit und Glück versagt bleiben. Bedeutend ist im Werk Byrons auch die Macht des Schicksals, die oft in der Form eines bösen, diktatorischen Gottes das Leben des Menschen lenkt (Deismus).

Siehe auch: Byron Bay Shelley

Werke

1806 Fugitive Pieces
1807 Poems on Various Occasions, Hours of Idleness
1809 English Bards and Scotch Reviewers
1812 Childe Harold, Cantos 1-2
1813 The Giaour; The Bride of Abydos
1814 The Corsair; Lara
1815 Hebrew Melodies
1816 The Siege of Corinth; Parisina; Childe Harold, Canto 3; The Prisoner of Chillon
1817 Manfred
1818 Beppo; Childe Harold, Canto 4
1819 Mazeppa, Don Juan, Cantos 1-2
1821 Marino Faliero, Don Juan, Cantos 3-5; Cain; The two Foscari; Sardanapalus
1822 Vision of Judgement
1823 Don Juan, Cantos 6-14
1824 Don Juan, Cantos 15-16

Zitate

Weblinks

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Personendaten
Byron, George Gordon Noel
Lord Byron, 6. Baron Byron of Rochdale
englischer Dichter, Enkel von John Byron, einem Südseeforscher, Vater von Ada Lovelace
22. Januar 1788
London
19. April 1824
Mesolóngi, Griechenland

See also: George Gordon Byron, 6. Baron Byron of Rochdale, 1788, 1824, 19. April, 22. Januar, Ada Lovelace, Byron Bay, Carbonari, Deismus