Loreley

thumb|300px|Loreley um 1900

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Loreley vom Spitznack

Die Loreley oder Lorelei ist ein 132 Meter hoher, aus dem Rhein herausragender Schieferfelsen bei Sankt Goarshausen, Rheinland-Pfalz. Der Felsen bietet ein eindrucksvolles Echo. Der Besuch des Loreleyfelsens ist für viele Touristen ein besonderes Erlebnis. Der Blick von oben auf die Stadtansichten von Sankt Goarshausen mit der Burg Maus und Sankt Goar mit der Ruine Burg Rheinfels gehört zu den unverwechselbaren Erlebnissen.

Bei der Loreley ist der Mittelrhein nur etwa 130 Meter breit. Die schwer einzuschätzenden Stromschnellen sind auch heute noch gefährlich für die Rheinschifffahrt.

Clemens Brentano schrieb 1801 in der Ballade "Die Lore Lay" von einem zauberhaften Mädchen, das auf dem Felsen sitzt und die Schiffer in ihr Verderben schickt, weil diese nicht mehr auf die gefährlichen Stromschnellen achten. Am Ende des Gedichts stürzt sich Lore Lay in den Rhein, um ihrem Fluch zu entgehen.

Heinrich Heine griff das Thema 1823 in dem bekannten Gedicht "Die Lore-Ley" auf ("Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin"), 1837 vertonte Friedrich Silcher dieses Gedicht.

Alfredo Catalani komponierte die Oper "Loreley" zu diesem Thema.

George Gershwin ließ 1932 in dem in Deutschland spielenden Musical "Pardon My English" die Loreley als "leichtes Mädchen" besingen.

Die Gruppe Dschinghis Khan hatte 1981 großen Erfolg mit dem deutschen Schlager Loreley.

thumb|300px|Loreley thumb|300px|Loreley Der Sage nach saß eine Nixe, Loreley genannt, auf dem gleichnamigen Felsen und lockte mit ihrer Stimme die Seefahrer an, die von ihrem unglaublich schönen Gesang die gefährliche Strömung, sowie die Felsenriffe nicht beachteten und mit ihren Schifferboten zerschellten. Kennzeichnend war auch, dass sie ihr langes blondes Haar mit einem goldenen Kamm kämmte.

Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein. <p> Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar. <p> Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei. <p> Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh. <p> Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan. </blockquote>

Weblinks

20px Wikisource: Texte im Original zu Die Lore-Ley


Kategorie:Rheinland-Pfalz Kategorie:Literarische Figur

See also: Loreley, 1801, 1823, 1837, 1981, Alfredo Catalani, Ballade, Burg Maus, Burg Rheinfels