Lotkas Gesetz

Lotka's Law ist ein 1926 von Alfred James Lotka festgestelltes Skalengesetz bei der Beziehung zwischen der Anzahl von Publikationen einer Person und der Anzahl von Personen mit einem eben so hohen Publikationsausstoß. Es wurde für die Anzahl der wissenschaftlichen Zeitschriftenartikel aufgestellt und besagt, dass die Anzahl der Personen, die n Artitkel schreiben, proportional zu 1/n2 ist (spätere Ergebnisse legen eher einen Exponenten von -1,7 statt 2 nahe, was nichts an der Grundaussage des Gesetzes ändert). Eine vergleichbare, aber viel einfachere Verteilung gibt die Pareto-Verteilung (80/20-Regel) vor, nach der 80% des Informationsbedarfs von 20% aller Quellen gedeckt werden.

Beispiel

Für 100 Autoren, die in einem bestimmten Zeitraum durchschnittlich je einen Artikel schreiben, kommen:

Artikel Autoren
10 100/102 = 1
9 100/92 ≈ 1 (1,23..)
8 100/82 ≈ 2 (1,56..)
7 100/72 ≈ 2 (2,04..)
6 100/62 ≈ 3 (2,77..)
5 100/52 = 4
4 100/42 ≈ 6 (6,25)
3 100/32 ≈ 11 (11,11..)
2 100/22 = 25
1 45 (der Rest)

Seit seiner Entdeckung wurde das unter anderem bibliometrisch, wissenschaftstheoretisch und soziologisch interessante Gesetz mehrfach wiederholt und auch in anderen Bereichen festgestellt, so z.B. bei der Anzahl der Mitarbeiter und dem Umfang ihrer Beiträge bei Open Source Projekten.

Es ist zu vermuten (aber bisher nicht ermittelt), dass Lotka's Law auch für die Autoren und Beiträge der Wikipedia gilt.

Auch die Zahl der Zitierung pro Publikation nimmt im Verhältnis n-2,5 bis n-3 ab.

An den Enden ist die Lotka-Verteilung etwas gebogen, da dem Publikationsaufkommen einer Person unten (1 Artikel) und oben (je nach Fall) Grenzen gesetzt sind.

Weblinks

Literatur

See also: Lotkas Gesetz, 1926, Alfred James Lotka, Bibliometrie, Pareto-Verteilung, Skalengesetz, Soziologie, Wissenschaftstheorie, Zitierung