Louis Malus
Étienne Louis Malus (* 23. Juni 1775 in Paris; † 24. Februar 1812 in Paris) war ein französischer Ingenieur und Physiker. Bekannt wurde er für seine Forschungsarbeiten zur Lichtbrechung.
thumb|Étienne-Louis Malus Malus' mathematische Begabung zeichnete sich schon in der Schule ab, die er aus politischen Gründen 1793 verlassen mußte. Er trat in die Armee ein, wo er aufgrund seines Talents zur École Polytechnique geschickt wurde. Dort war er Schüler von Fourier. 1797 war M. in Gießen stationiert und wollte die Tochter des Kanzlers der Universität heiraten. Doch dazu kam es nicht: Als Armeeingenieur begleitete er 1798 Napoleon auf der Expedition nach Ägypten. 1801 kehrte er nach Europa zurück. Es folgten Aufenthalte in Antwerpen, Straßburg und Paris, wo er 1812 verstarb.
Werke
Seine Forschung begann mit Experimenten zur Huygenschen Lichtbrechung und systematischer Untersuchung der Eigenschaften von Oberflächen bezügl. Reflexion und Refraktion. Malus fand 1809 heraus das bei der Reflexion Licht teilweise linear polarisiert wird, d.h. die Lichtwellen in einer Ebene schwingen. Dies führte in der Folge zu einem besseren Verständnis der Lichtausbreitung.
In einer weiteren Veröffentlichung 1810 schrieb Malus über die Doppelbrechung von Licht in Kristallen. 1811 gehörte Malus mit Lagrange, Legendre, Laplace und Haüy zum Vergabekommitee des Preises für die beste Beschreibung der Wärmeausbreitung in Festkörpern, den Fourier erhielt.
1810 wurde er in die französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen.
Malus, Etienne Louis Malus, Etienne Louis Malus, Etienne Louis
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Malus, Étienne Louis |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Ingenieur und Physiker |
| GEBURTSDATUM | 23. Juni 1775 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 24. Februar 1812 |
| STERBEORT | Paris |
