Luang Prabang
Luang Prabang (auch Louangphrabang) ist eine Stadt im Norden von Laos und Hauptstadt der Provinz Luang Prabang. Die Einwohnerzahl liegt bei rund 70.000.
Lage und Bedeutung
250px|thumb|Blick über Luang Phrabang vom Mount Phou Si Die Stadt liegt am Mekong und am Nam Khan. Sie bildet damit ein Handelszentrum für Reis, Kautschuk und Teakholz, daneben gibt es Handwerk (Holzarbeiten, Textilien, Papier) von guter Qualität.
Zwischen 1354 und 1560 war Luang Prabang die Hauptstadt des Königreiches Lan Tschang (Lan Xang), eines großen thailändisch-laotischen Staates (siehe Geschichte Thailands). Von 1893 - 1954 stand die Stadt unter französischer Herrschaft (Französisch-Indochina). 1995 wurde Luang Prabang zum Weltkulturerbe erklärt
Sehenswürdigkeiten
250px|thumb|Halle für den Pha Bang-Buddha in der Königliche Residenz in Luang Prabang
- Königliche Residenz (Ho Kham, jetzt Nationalmuseum) - u.a. zu besichtigen: Thron der Herrscher der Lan Tschang-Periode, religiöse Schätze
- Vat Xienthong (auch Wat Xieng Thong) - Tempelanlage aus dem 16. Jahrhundert, am Mekong gelegen
- Vat Visounarath (auch Wat Visoun, Wat Visounarath) ist eine an der südöstlichen Seite des Phou-Si-Berges gelegene Tempelanlage. König Visounarath gründete 1512 das Kloster, das aber 1887 durch chinesische Horden zerstört wurde. Der Großteil der Anlage wurde im 20. Jahrhundert wieder aufgebaut. Der Sim (laotische Bezeichnung des Hauptgebäude eines Wat) aus 1898 enthält Fenstersäulen im Khmer-Stil. Im Inneren befindet sich seit 1942 ein Museum mit zahlreichen Buddhastatuen insbesondere in der für Luang Prabang typischen Regenanrufungsgeste (stehend mit parallel zum Körper nach unten zeigenden, überlangen Armen).
- Auf dem Gelände des Vat Visounarath befindet sich auch die That Makmo (Wassermelonen-Stupa). Der Name leitet sich von der halbrunden Spitze ab. Gestiftet von Phantin Xieng, Gemahlin von König Visounarath, im Jahr 1504, wurde die Stupa 1932 wieder aufgebaut, wobei die kostbaren Beigaben in den Königspalast überführt wurden.
- Kalksteinhöhlen (Pak Ou) direkt an den Uferklippen des Mekong, ca. 25 km nördlich von Luang Prabang, mit atemberaubender Aussicht. Hier wurden während den Kriegen die privaten Buddhastatuen der Bevölkerung vor Plünderungen in Sicherheit gebracht. Hunderte davon, in verschiedensten Grössen, sind heute noch in den beiden Höhlen zu besichtigen.
- eindrucksvoller Kuang-Si-Wasserfall: ca. 45 min per TukTuk entfernt (1$ Eintritt)
- Tat Se Wasserfall: Der kleinere, aber weiterläufigere und nähergelegene Wasserfall der Umbgebung. Ideal zum Schwimmen und einen kleinen Spaziergang durch den Urwald.
- Nachtmarkt: Am Fuße des Pho-Shi-Berges werden Textilien, Souvenirs sowie Lebensmittel angeboten, doch ist er auch ohne Kauf insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit einen stimmungsvoller Spaziergang wert.
Bild:Luang Prabang Pak Ou 1.jpg | Bild:Luang Prabang Pak Ou 2.jpg | Bild:Luang Prabang Khouang Sy 1.jpg | Bild:Luang Prabang Xieng Tong.jpg |
