Ludwig Bölkow

Ludwig Bölkow (* 30. Juni 1912 in Schwerin; † 25. Juli 2003 in Grünwald bei München) war ein deutscher Ingenieur und Unternehmer.

Ludwig Bölkow studierte zwischen 1934 und 1938 an der Technischen Hochschule in Charlottenburg (jetzt Technische Universität Berlin) Maschinenbau. Ab 1939 arbeitete er im Projektbüro der Messerschmitt AG in Augsburg an der Entwicklung des ersten düsengetriebenen Jagdflugzeugs der Welt. 1943 wurde ihm die Leitung eines Entwicklungsbüros in der Wiener Neustadt übertragen.

1948 gründete er sein eigenes Ingenieurbüro in Stuttgart-Degerloch und begann sich 1954 wieder der Luftfahrt mit seiner Firma Bölkow-Entwicklungen KG zuzuwenden. 1958 wurde das Ingenieurbüro nach Ottobrunn verlegt und ein Jahr später begann eine Zusammenarbeit mit Heinkel und Messerschmitt unter dem Namen "Entwicklungsring Süd".

1965 gründete Ludwig Bölkow die Bölkow GmbH, die 1968 mit der Messerschmitt AG und 1969 mit dem Hamburger Flugzeugbau zur Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB) fusionierte. Aus der Geschäftsführung dieser Firma schied er 1977 aus. MBB ging Anfang der 90er Jahre in der Daimler Aerospace AG (DASA) auf. Diese wiederum wurde Teil des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS.

Von 1976 bis 1982 war er der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. 1983 wurde von ihm in Ottobrunn die Ludwig-Bölkow-Stiftung gegründet, um Technologie ökologischer zu gestalten. Dort wurden Pläne für eine Magnetschwebebahn, Solarfabriken in der Wüste und zuletzt für eine effiziente Speicherung von Wasserstoff als Energieträger gemacht.

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

Bolkow, Ludwig Bolkow, Ludwig

Bolkow, Ludwig Bolkow, Ludwig

Personendaten
Bölkow, Ludwig
Deutscher Ingenieur und Unternehmer
30. Juni 1912
Schwerin
25. Juli 2003
Grünwald bei München

See also: Ludwig Bölkow, 1912, 1934, 1938, 1939, 1943, 1948, 1954, 1958