Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld
Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld (* 11. Oktober 1788 in Königsberg; † 13. April 1853 in Wien) war ein Maler der deutschen Romantik.
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Biografie
Ludwig Schnorr von Carolsfeld war Sohn und Schüler des Malers Johann Veit Schnorr von Carolsfeld. Sein jüngerer Bruder war Julius Schnorr von Carolsfeld (1794 - 1872). 1804 wurde Ludwig Schnorr von Carolsfeld als Student in die kaiserliche Wiener Kunstakademie aufgenommen. Er schloss sich einem Kreis von Akademiestudenten um Friedrich Overbeck an, die neue Wege abseits des streng formalen, klassizistisch geprägten Ideale des Akademiebetriebs suchten.
Die Bestrebungen dieser jungen Künstler mündeten schließlich in eine neue Kunstrichtung, die nazarenische Kunst. Im Gegensatz zu Overbeck und anderen vermied jedoch Schnorr von Carolsfeld den endgültigen Bruch mit der Akademie, trat nicht dem von den anderen Künstlern gegründeten Lukasbund bei, und blieb in Wien sesshaft. Sein Förderer wurde zunächst Herzog Albert von Sachsen-Teschen.
1818 scheiterte eine Bewerbung Schnorr von Carolsfelds auf die Direktorenstelle der Wiener Akademie am Widerstand des Fürsten Metternich, des Kurators der Akademie, dem Schnorr von Carolsfeld wegen seiner künstlerischen und persönlichen Nähe zu den Lukasbrüdern suspekt war. Er erlangte jedoch eine Anstellung beim Erzherzog Johann und gestaltete dessen Landgut Brandhof in den Jahren bis 1828 künstlerisch aus. 1821 wurde er Lehrer von Moritz von Schwind. Im gleichen Jahr konvertierte er zur römisch-katholischen Kirche.
Durch die Förderung des Erzherzogs kam er in Verbindung zur kaiserlichen Familie und erhielt auch von dort Aufträge. 1835 wurde er, dank der Fürsprache des Erzherzogs und dank der Tatsache, dass sich die romantische Kunst überall in Deutschland durchzusetzen begann, doch noch Mitglied der Wiener Akademie. Ab 1841 war er Kustos der KuK Gemäldegalerie im Belvedere.
Werke
In seinen ersten Jahren malte Schnorr von Carolsfeld vor allem religiöse Werke. Ab 1820 schuf er zahlreiche Landschafts- und Historienbilder und Porträts der kaiserlichen Familie. Sein 1833 gemaltes Bild Sturz vom Felsen, in dem ein eng umklammertes Paar als letzte Flucht vor seinen Häschern den Sturz in den tödlichen Abgrund wählt, gilt als Inbegriff romantischer Todeserotik.
Bilder im Internet
- Die drei Marien am Grab Jesu, um 1835, Bibliothek der Georgetown University
- Blick aus der Kirche in Annaberg auf den Ötscher, 1842, Von der Heydt Museum, Wuppertal
Namensgleichheit
Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld darf nicht verwechselt werden mit dem Tenor Ludwig Schnorr von Carolsfeld (1836 - 1865), einem der bekanntesten Sänger des 19. Jahrhunderts.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Carolsfeld, Ludwig Ferdinand Schnorr von |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 11. Oktober 1788 |
| GEBURTSORT | Königsberg |
| STERBEDATUM | 13. April 1853 |
| STERBEORT | Wien |
