Ludwig Schupmann

Ludwig Schupmann (* 23. Januar 1851 in Geseke2. Oktober 1920 in Geseke) war ein deutscher Professor für Architektur und Konstrukteur von Teleskopen. Bekannt wurde er durch das von ihm konstruierte Schupmann-Medial-Fernrohr.

Schupmann studierte an der Technischen Hochschule in Aachen. Nach seinem Abschluss beschäftigte er sich vor allem mit der Gestaltung von öffentlichen Gebäuden, wobei ihm zahlreiche Auszeichnungen zuteil wurden. 1887 übernahm er eine Professur in Aachen.

Neben der Architektur galt Schupmanns besonderes Interesse der Astronomie und der Technik von Teleskopen. Er beschäftigte sich intensiv mit der Verbesserung von Refraktoren (Linsenteleskope) und ersann ein Korrektursystem, das die Farbfehler der Linsen eliminierte.

Schupmann beabsichtigte große Teleskope mit Objektivöffnungen von mehr als 1 m für den professionellen Einsatz an Observatorien herzustellen, was sich allerdings nicht realisieren ließ. Obwohl Schupmann-Medial-Fernrohre mit Öffnungen bis zu 38,5 cm mit hervorragenden Abbildungseigenschaften hergestellt wurden – der Mondbeobachter Philipp Fauth benutzte ein solches Gerät – konnte sich dieser Fernrohrtyp nicht durchsetzen. Ab 1911 - mit der Inbetriebnahme eines 1,5 m großen Teleskops am Mount-Wilson-Observatorium - traten die Reflektoren (Spiegelteleskope) ihren Siegeszug an.

In den USA existieren jedoch noch heute regelrechte Fangemeinden von Amateurastronomen, die Schupmann-Mediale selber bauen. Die Geräte eignen sich besonders zur Beobachtung der Planeten und des Mondes.

Zu Schupmanns Gedenken wurde ein Krater auf dem Mond benannt.

Werke

Die Medial-Fernrohre - Eine neue Konstruktion für große astronomische Instrumente, Teubner-Verlag, 1899

Weblinks

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