Lushnja

rightLushnja (albanisch auch Lushnjë) ist eine Stadt in Mittelalbanien. Sie hat ca. 41.000 Einwohner (Schätzung 2005) und ist Hauptort des gleichnamigen Kreises.

Lushnja liegt am nordöstlichen Rand der Myzeqe-Ebene, einem bedeutenden Landwirtschaftsgebiet. Hinter der Stadt beginnt leichtes Hügelland.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Lushnja wurde im Spätmittelalter von einer türkischen Witwe namens Salushe als Rastplatz zwischen den Orten Durrës und Berat gegründet. Im Januar 1920 kamen in der zentral gelegenen, damals noch sehr kleinen Ortschaft die lokalen Machthaber aus ganz Albanien zusammen. Sie versammelten sich zum sogenannten Kongress von Lushnja, um nach dem Ersten Weltkrieg die Selbstbestimmung der Albaner über Albanien neu zu regeln. Sie gaben dem Staat eine Verfassung, wählten eine Regierung und erklärten Tirana zur (provisorischen) Hauptstadt des Staates. Das Gebäude, in dem die Versammlung stattfand, steht noch heute, soll aber in privatem Besitz sein.

Verkehr

Der Ort ist wichtiger Verbindungspunkt auf der Eisenbahnstrecke und den Straßen nach Südalbanien. Seit wenigen Jahren führt eine Autobahn von Durrës bis nach Lushnja. In Lushnja trennen sich die Straßen nach Berat und Fier.

Tradition

Nach der albanischen Tradition gelten die Bewohner von Lushnja zusammen mit den Leuten aus Fier als die größten Feiglinge. Sie werden in Witzen und Anekdoten den heldenmütigen Bürgern von Vlora gegenübergestellt. Die Stereotypen über die Leute aus Lushnja erinnern auch ein wenig an jene der Deutschen bezüglich der Ostfriesen.

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Kategorie:Ort in Albanien

See also: Lushnja, 1920, 2005, Albanien, Albanische Sprache, Berat, Durrës, Ebene, Erster Weltkrieg, Fier