LVS-Gerät
Ein LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät) ist ein elektronisches Suchgerät für Lawinenverschüttete. Es wird bei Skitouren und beim Freeriden einsatzbereit am Körper getragen.
Das Gerät sendet in periodischen Abständen eine getastete Trägerfrequenz auf einer gleichbleibenden Frequenz. Der Empfänger mischt das empfangene Signal mit einer Frequenz wenige Kilohertz abweichend von der Sendefrequenz und macht das Mischprodukt gefiltert über einen Kopfhörer oder Lautsprecher hörbar. Bei Empfang eines Signals ergibt sich als Mischprodukt ein hörbarer Piepston (daher der Beiname „Lawinenpieps“).
Die Lautstärke des Piepstons entspricht dabei in etwa der Entfernung zum Verschütteten. Bei der Suche bewegt sich der Suchende auf den vom Sender ausgehenden magnetischen Feldlinien (zu einer Darstellung siehe Dauermagnet). Durch stufenweises Herunterschalten der Lautstärke und erneutes Annähern lokalisiert der Suchende den Verschütteten schrittweise.
Als Sende- und Empfangsantenne wird eine Ferritantenne verwendet. Die Sendefrequenz ist europaweit auf 457 kHz (Mittelwelle) festgelegt. Heute angebotene Geräte vereinen meist eine Sende- und Empfangseinheit (reine Sendegeräte sind nicht empfehlenswert). Neuere Geräte haben auch eine Anzeige der Feldstärke zur Unterstützung des Suchvorgangs oder eine dreidimensionale Ortung mit zwei Antennen.
Seit dem Jahr 2000 etabliert sich neben aktiven LVS-Geräten ein passives System (Markenname „RECCO“). Bei diesem System sind die Rettungsmannschaften mit speziellen Suchgeräten ausgestattet. Sie orten die Verschütteten anhand von in die Kleidung eingenähten, zu den Suchgeräten „passenden“ Reflektoren.
