Malignes Lymphom
Die malignen Lymphome sind eine Gruppe von bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems. Hierzu gehören Lymphknoten, Rachenmandeln (Tonsillen), Milz und Knochenmark, es können aber auch andere Organe befallen werden. Die Erkrankung beruht auf einer malignen Transformation von lymphatischen Zellen unterschiedlicher Reifungs- und Differenzierungsstufen. Je nachdem, welche Zellart betroffen ist, entstehen verschiedene Lymphomtypen, die sich in der Manifestation, dem Verlauf, der therapeutischen Beeinflußbarkeit und der Prognose unterscheiden. Wesentlich ist die Unterscheidung zwischen dem Hodgkin-Lymphom und der heterogenen Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome (NHL). Grundlage der Einteilung der malignen Lymphome ist die WHO-Klassifikation. Bei der Behandlung der malignen Lymphome spielt die Therapie mit Zytostatika (Chemotherapie) eine entscheidende Rolle, teilweise ergänzt durch die Strahlentherapie. Damit sind viele Lymphomerkrankungen gut behandelbar, ein Teil der Lymphome ist heute heilbar.
Literatur
- Harris NL, Jaffe ES, Diebold J et al. World Health Organization classification of neoplastic diseases of the hematopoietic and lymphoid tissues: report of the Clinical Advisory Committee meeting-Airlie House, Virginia, November 1997. J Clin Oncol 1999;17:3835-49. PMID 10577857
Weblinks
Siehe: Morbus Hodgkin, Non-Hodgkin-Lymphom
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