Magadinoebene

thumb|Magadinoebene mit Ticino-Mündung in den Lago Maggiore Die Magadinoebene (ital: Piano di Magadino) liegt in der südlichen Schweiz im Kanton Tessin.

Sie dehnt sich vom nördlichen Ende des Lago Maggiore bis zur Kantonshaupststadt Bellinzona aus und erhielt ihren Name von der Gemeinde Magadino, die an ihrem südöstlichen Ende am See liegt.

Entstanden ist die Magadinoebene durch die Sedimente, die der Ticino hier ablagerte. Bis zur Flusskorrektur zwischen 1888 und 1912 war die Gegend ein unzugängliches Sumpfland, das voller Krankheitskeime war, und allenfalls vereinzelt von Schafhirten als Weidefläche genutzt wurde. Alle Dörfer liegen, vor Überschwemmungen geschützt, am Rand der Ebene auf erhöhten Schwemmkegeln der Seitenbäche.

Mit den Gewässerkorrektionen des ausgehenden 19. Jahrhunderts wurde der Ticino, der vorher in unzähligen Mäandern die gesamte Talbreite ausnutzte, in einen 60 m breiten, gerade gezogenen Kanal gezwängt. Hochwasserdämme beiderseits der Ufer verhindern, dass der Fluss über die Ufer tritt.

Das durch ausgedehnte Wasserabzugskanäle trockengelegte frühere Sumpfland ist heute ein intensiv genutztes Agrargebiet, unter anderem Reisanbau, in dem sich aber auch Industrie angesiedelt hat. Hier liegt auch der Flugplatz von Locarno.

Nur im direkten Mündungsbereich des Ticino blieb mit der Bolle di Magadino ein Naturschutzgebiet erhalten, das mit seinen Altwasserarmen, Schilfgürteln, Tümpeln und Auwäldern ein artenreiches Biotop für viele seltene Tierarten bildet.

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See also: Magadinoebene, 1888, 1912, Bellinzona, Gewässerkorrektion, Kanal (Wasserbau), Lago Maggiore, Mäander, Naturschutzgebiet, Reis