Magenkrebs

thumb|right|Magenkrebs im erweiterten StadiumMagenkrebs (Magenkarzinom) ist eine Krebserkrankung des Magens.

Inhaltsverzeichnis

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren von Magenkrebs zählen zum einen die Essgewohnheiten; vor allem übermäßiger Alkoholgenuß sowie der häufige Verzehr von geräucherten und stark gesalzenen Speisen (nitrathaltige Speisen, dadurch Entstehung von Kanzerogenen im Magen). Auch Rauchen gehört zu den Risikofaktoren von Magenkrebs. Ebenfalls können bestimmte Formen von chronischer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) oder Magengeschwüre (Ulkuserkrankung) das Risiko einer Erkrankung erhöhen. Bei bestimmten Formen von Magenkrebs ist eine erbliche Vorbelastung ein Risikofaktor, Menschen mit Blutgruppe A haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Symptome

Magenkrebs verursacht im Frühstadium häufig keinerlei Beschwerden und wird auch häufig nur zufällig gefunden. Die folgenden Symptome können auf Magenkrebs hinweisen:

Untersuchung / Diagnose

Therapie

Vorbeugung

Beim Deutsches Krebsforschungszentrum geht man davon aus, dass der registierte Rückgang (zwischen 1977 und 1997 um rund ein Viertel [1]) der Magenkrebserkrankungen auf die massenhafte Verbreitung von Kühlschränken und die ganzjährige Bereitstellung von frischem Obst und Gemüse und einem damit verbundenen Rückgang der Konservierung mittels Pökeln und Räuchern zurückzuführen ist.

Prognose

Da Magenkrebs in der Regel erst in weit fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird (70% aller Fälle werden bei Tumorstadien III und IV erkannt), ist die Sterberate insgesamt gesehen leider relativ hoch. Bei frühzeitiger Erkennung (Stadium I) beträgt die 5-Jahresüberlebensrate 65%-80%, bei fortgeschrittenen Krebsstadien sinkt sie dramatisch [2]. Sollte man die ersten fünf Jahre überleben, besteht eine 50 - 90 prozentige Chance den Krebs zu besiegen.

Informationen für Angehörige der Betroffenen

Es ist wichtig sich als Angehöriger über das Thema zu informieren. Nach der Entfernung des Magens erfolgt bei Betroffenen eine relativ radikale Lebensumstellung. So kann der Krebskranke nicht mehr im gewohnten Maße Nahrung zu sich aufnehmen, er muss z.B. öfter Mahlzeiten zu sich nehmen. Als Angehöriger sollte man ihm dabei unterstützen, seine Mahlzeiten so wie der Arzt es verschrieben hat, einzunehmen. Zudem muss die betroffene Person sehr häufig zum Arzt, da sein Magen nicht mehr in der Lage ist, bestimmte Nährstoffe zu empfangen. Hinzu kommt bei den meisten Magenkrebserkrankten eine Depression, die sich sehr häufig durch Vernachlässigung der Mahlzeiten bemerkbar macht. Man sollte hierbei sehr viel Geduld mit dem Betroffenen besitzen und auch über seine Probleme und Befürchtungen offen miteinander reden. Nicht zu vernachlässigen ist, dass die Erkrankung nicht nur den Betroffenen belastet, sondern auch sein näheres Umfeld. Diese Belastung ist auf Dauer für die meisten nicht zu ertragen, deswegen ist es nicht verwerflich wenn man sich ab und zu Pausen gönnt.

Weblinks


Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

See also: Magenkrebs, Blutgruppe, Chemotherapie, Depression, Deutsches Krebsforschungszentrum, Gastrektomie, Gastritis, Gastroskopie, Helicobacter