Maglev
| Inhaltsverzeichnis |
Der Begriff
Der Begriff Maglev ist ein Kunstwort, welches in den 60er Jahren von dem amerikanischen Physiker Howard T. Coffey aus der englischen Sprache vom Begriff "Magnetic Levitation" abgeleitet wurde. Magnetic Levitation bedeutet magnetisches Schweben. Das heißt, dass MAGLEV-Fahrzeuge durch magnetische Kräfte von Boden angehoben und fortbewegt werden.
siehe auch: Magnetschwebebahn
Maglev - Die japanische Magnetschwebebahn
Entwicklung
Im Jahre 1962 beginnen die Forschungsarbeiten. Das erste japanische Magnetschwebefahrzeug, ML 100, wurde 1973 der Öffentlichkeit vorgestellt. Man könnte es als Gegenstück zum deutschen Transrapid bezeichnen. Die erste größere Versuchstrecke entstand 1977 in Miyazaki auf der Insel Kyūshū. Sie hatte eine Länge von etwa 7 km, war einspurig und verlief schnurgerade. Bereits 2 Jahre später konnte ein neuer 13 m langer Prototyp, ML 500, mit 517 km/h einen Geschwindigkeitsrekord aufstellen. Eine Anwendungsstrecke (18 km lang, zweispurig) wurde von 1990 bis 1996, mit einem Tunnelanteil von 90%, in Yamanashi errichtet. Die Strecke soll später Teilstück einer kommerziell genutzten Linie Tokyo-Osaka werden. Seit 1997 werden auf der Strecke Testfahrten mit schrittweise steigender Geschwindigkeit durchgeführt. Am 3. Oktober 1997 wurde ein Geschwindigkeit von 451 km/h, am 12. Dezember 531 km/h und 14. April 1999 552 km/h erreicht. Seit der Inbetriebnahme des 2. Testzuges, MLX02, im Jahre 1998 finden Begegnungsfahrten im Hochgeschwindigkeitsbereich statt. Am 16. November 1999 wurde mit 1003 km/h Relativgeschwindigkeit ein neuer Weltrekord aufgestellt. Bis Oktober 2004 wurden auf der Strecke insgesamt über 400.000 Test-Kilometer zurückgelegt.
Kosten
Die Gesamtkosten für das japanische Magnetbahnprogramm belaufen sich bis einschließlich 2000 auf etwa 4,5 Mrd. €. Allein 2,3 Mrd. € verschlang die 18 km lange Strecke in Yamanashi.
Weblinks
- Seite zur Geschichte der Magnetbahn in Japan
- Magnetschnellbahn in Japan; Transrapid Deutschland und China
