Magnetit

Magnetit
none|300px|Magnetit (Alto Adige, Italien)
Magnetit aus Alto Adige, Italien
Chemismus Fe3O4
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse ___
Farbe schwarz
Strichfarbe schwarz
Härte 5,5 bis 6,5
Dichte 5,2
Glanz matter Metallglanz
Opazität undurchsichtig
Bruch muschelig, spröde
Spaltbarkeit unvollkommen
Kristallhabitus gedrungen
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung ___
Kristalloptik
Brechungsindices ___
Doppelbrechung ___
Pleochroismus ___
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ ___
weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale ___
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus ferromagnetisch
besondere Kennzeichen ___

Magnetit, Magneteisen oder Magneteisenstein ist ein im kubischen Kristallsystem kristallisierendes Oxid-Mineral der chemischen Zusammensetzung Fe3O4. Eines der Eisenionen ist dabei zweiwertig, die beiden anderen dreiwertig. Es hat eine Härte von 5,5 bis 6,5, eine schwarze Farbe sowie Strichfarbe und matten Metallglanz. Magnetit ist das am stärksten magnetische Mineral.

Bild:Zwei Oktaeder - beide stark verkürzt - bei Oktaederfläche miteinander verwachsen - Magneteisen Spinell.png

Vorkommen

Magnetit kommt in massiver oder gekörnter Form und daneben auch als Kristall vor, letzterer ist oft oktaedrisch geformt, besitzt also acht dreieckige Begrenzungsflächen. Es ist ein durchaus häufiges Mineral, das allerdings selten den Hauptbestandteil eines Gesteins stellt. Man findet Magnetit in zahlreichen magmatischen Gesteinen wie zum Beispiel Basalt, Diabas oder Gabbro, in metamorphen Gesteinen oder durch Verwitterungsprozesse aufgrund seiner Härte weitgehend intakt verbracht als Magnetitsand in Flusssedimenten. Aus diesen wird es zum Teil noch heute von Hand ausgewaschen.

Bedeutung als Rohstoff

Magnetit ist neben dem Hämatit eines der wichtigsten Eisenerze und hat mit 72 % Eisen den höchsten Gehalt an diesem Metall.

Geschichte

Der Legende nach leitet sich der Name des Minerals von dem Schafhirten Magnes ab, dessen mit Eisennägeln zusammengehaltene Schuhe auf einem Felsen hängenblieben, der das Mineral enthielt. Erwähnt wird es bereits durch den römischen Schriftsteller Plinius den Älteren. Auch die Chinesen nutzten das Mineral bereits im 11. Jahrhundert v. Chr. wegen seiner magnetischen Eigenschaften.

Siehe auch: Liste von Mineralen

See also: Magnetit, 11. Jahrhundert v. Chr., Basalt, Brechungsindices, Bruch (Mineral), Chemische Formel, Chinese, Diabas, Dichte, Doppelbrechung