Mahabalipuram
Der Tempelbezirk von Mahabalipuram, einer kleinen Stadt an der Ostküste Indiens, gehört seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Geschichte
Die Tempel, die am Strand auf Fels errichtet wurden, entstanden zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert unter der Herrschaft der Tamilen. Sie wurden aus Felsen herausgemeißelt. Während dieser Zeit war Mahabalipuram einer der wichtigsten Hafenstädte des gesamten tamilischen Reiches. Die Heiligtümer dienten zu dieser Zeit daher nicht nur als Tempel, sondern mit Leuchtfeuern auch als Navigationshilfe für Seefahrer. Auf den in den Fels gemeißelten Reliefs sind Sagen, Mythen und Alltagsszenen dargestellt. Viele dieser Reliefs sind heute unter dem Einfluss des Seeklimas zum Teil zerfallen. In einigen der Tempel stehen ebenfalls Götter- und Tierskulpturen. Viele Bauwerke blieben jedoch unvollendet. Nach dem Fall des Tamilenreichs verbreitete sich der Shivaismus, weshalb die meisten der Heiligtümer dem hinduistischen Gott Shiva geweiht sind.
Unterwasserarchäologie
Der Tsunami nach dem Erdbeben im Indischen Ozean 2004 am 26. Dezember 2004 entfernte vor der Küste von Mahabalipuram Sandablagerungen und führte außerdem zu einer Absenkung des Meeresspiegels. Dadurch wurden unter und über Wasser zahlreiche archäologische Fundstücke freigelegt, die möglicherweise von der früheren Hafenstadt und einem Tempel aus dem siebten Jahrhundert stammen (siehe Weblinks). Der Archaeological Survey of India hat am 17. Februar 2005 mit der Unterwasserarchäologie begonnen.
Weblinks
- National Institute of Oceanography: Mahabalipuram and Poompuhar
- City Under the Sea: Wrath of Jealous Gods? – By B.K. Parthasarathy
- Sea level falls after tsunami
- T.S. Subramanian: The Shore Temple stands its ground
- THE INDIA ATLANTIS EXPEDITION - March 2002
- Tsunami Uncovers Underwater Ancient City (ABC News; February 18, 2005)
- India finds more 'tsunami gifts'
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