Mahdia

Mahdia, arabisch: المهدية (al-Mahdiya), ist eine tunesische Stadt mit 37.000 Einwohnern, südlich von Monastir und südöstlich von Sousse gelegen.

Mahdia ist ein tunesisches Provinzzentrum am Golf von Gabès nördlich von Sfax. Sie hat einen bedeutenden Fischereihafen und angeschlossener Industrie zur Fischverarbeitung. Das Gouvernorat von Mahdia hat eine Fläche von 2966 km² mit einer Bevölkerung von 340.000 Einwohnern.

Geschichte

Die Stadt Mahdia bestand schon zu Zeiten der Phönizier und Römer, wurde dann aber während der arabischen Eroberung Nordafrikas zerstört. Mahdia wurde im 10. Jahrhundert von den Fatimiden unter dem Kalif Abdallah al-Mahdi gegründet und zur Hauptstadt von Ifriqiya erhoben. Auch die Ziriden hatten im 11. Jahrhundert hier ihre Residenz, bevor diese Rolle unter den Hafsiden im 13. Jahrhundert an Tunis überging. Aus dem 10./ 11. Jahrhundert sind einige Bauten erhalten, wie die Große Moschee und die Kasba, wodurch die Stadt sich zu einem bedeutenden Touristenzentrum entwickelt hat.

Siehe auch

Weblinks

See also: Mahdia, 10. Jahrhundert, 11. Jahrhundert, 13. Jahrhundert, Abdallah al-Mahdi, Arabische Sprache, Fatimiden, Fremdenverkehr, Hafsiden, Ifriqiya