Maitreya

[[bild:Leshan_buddha.jpg|thumb|Der "Große Buddha von Leshan" (pinyin: Dà Fó, China). Eine 71 m hohe, aus dem Felsen gehauene Darstellung des sitzenden Maitreya aus dem 8. Jahrhundert.]] Maitreya (Sanskrit, मैत्रेय, Maitreya, Pali: Metteyya, chin.: Mí Lè Fó, tibet.: Byams-pa, jap.: Miroku) gilt im Buddhismus als der Buddha der Zukunft und der große kommende Weltlehrer. Der Name ist vom Sanskrit-Wort "maitri" abgeleitet, das "universale Liebe" bedeutet. Er ist, je nach Quelle, vorausgesagt 5.000 Jahre bzw. 30.000 Jahre nach Buddha Shakyamuni, dem historischen Buddha (Siddharta Gautama) unserer Zeit.

Als der kommende Buddha ist Maitreya der einzige im Theravada-Buddhismus anerkannte Bodhisattva. Bekannt ist er auch im Mahayana und hier insbesondere im tibetischen Buddhismus von großer Bedeutung. Gemäß dem Pali-Kanon befindet Maitreya sich derzeit und bis zu seinem Erscheinen auf der Erde im "Tushita"-Himmel, der vierten und schönsten der sechs Deva-Welten, in der alle Buddhas vor ihrer letzten Wiedergeburt leben. In diesem Leben lautet sein Name Nathadeva.

Darstellungen zeigen Maitreya manchmal stehend, meist aber sitzend. Dabei berühren seine Füße, im Unterschied zu anderen Buddha- oder Bodhisattva-Darstellungen, den Boden, was symbolisieren soll, dass er seinen Platz noch nicht vollständig eingenommen hat.

In China und Japan wird Maitreya auch in der Figur des Putai (jap. Hotei) verehrt.

Rezeption im Westen

Im Westen haben sich bisher hauptsächlich Rudolf Steiner (Anthroposoph, herkommend aus der Theosophie) sowie Esoteriker mit dem Maitreya-Phänomen auseinandergesetzt.

In dem Buch Maitreyas Mission wird dargestellt, dass Maitreya die planetare Verkörperung der Energie, die als das Christusprinzip oder wie in der New Age Bewegung als das Christusbewußtsein bekannt sei.

Der Engländer Benjamin Creme behauptet von sich, der "Pressesprecher" Maitreyas zu sein. Dieser wäre der "wahre Christus" und, indem er den Namen Jesus von Christus trennt und Jesus lediglich als einen ihm untergeordneten "Meister" bezeichnet, stelle er sich selbst als Erlöser dar.

Zwei deutsche Autoren, die unter dem Pseudonym Coralf agieren, gehen in ihrem Buch Maitreya, Christus oder Antichrist auf Ungereimtheiten in den Aussagen von Benjamin Creme ein und widersprechen somit den Lehren in dem Buch Maitreyas Mission, in denen Maitreya bereits als der kommende Christus gefeiert wird.

See also: Maitreya, Bodhisattva, Buddha, Buddhismus, Chinesische Sprache, Christus, Coralf, Deva (Gott), Hotei, Japanische Sprache