Majorzwahl

Majorzwahl bezeichnet die in der Schweiz übliche Mehrheitswahl, angewandt zur Wahl

Auch der Wahlmodus bei den parlamentarischen Wahlen zum Bundesrat kann als Majorz bezeichnet werden, allerdings wird dort ein Sitz nach dem anderen bestellt. Gewählt wird nur, wer ein absolutes Mehr (Anzahl Stimmen geteilt durch zwei plus eins) erreichen kann. Werden nicht alle Sitze besetzt, so wird ein weiterer Wahlgang durchgeführt in dem der- oder diejenigen Kandidaten mit den meisten Stimmen gewählt sind.

So funktioniert die Majorzwahl

Die Majorzwahl ist ein wesentlich einfacheres System als die Proporzwahl. Es bekommt immer der Kandidat oder die Kandidatin das Amt, der oder die die meisten Stimmen erhält, im Gegensatz zur Proporzwahl, wo zuerst nach Parteien ausgezählt wird. Im typischen Schweizer Majorz gibt es zwei Wahlgänge: Im ersten zählt das absolute Mehr, im zweiten das relative. Nach dem ersten Wahlgang können sich Kandidaten zurückziehen; es ist aber auch möglich, dass ein neuer Kandidat aufgestellt wird (etwa weil ein Kandidat im ersten Wahlgang so schlecht abgeschnitten hat, dass die Partei ihren Kandidaten wechselt).

Der Nachteil ist, dass kleine Parteien oft nur wenige Sitze erhalten, siehe Mehrheitswahl.

See also: Majorzwahl, Absolute Mehrheit, Amt, Bundesrat (Schweiz), Graubünden, Halbkanton, Kandidat, Kanton (Schweiz), Kanton Appenzell, Kanton Jura