Äpfelsäure

Strukturformel
Bild:Apfelsaeure.png
Allgemeines
Name Apfelsäure
Summenformel C4H6O5
Andere Namen Äpfelsäure
CAS-Nummer 6915-15-7
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze R:36/38 S:22-26
MAK  
Physikalische Eigenschaften
Dichte  
Molmasse 134,09 g/mol
Schmelzpunkt ~100 °C
Siedepunkt  
Dampfdruck  
Löslichkeit  

SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.

Apfelsäure oder Äpfelsäure (auch Hydroxibutandisäure oder 2-Hydroxybernsteinsäure) ist eine Dicarbonsäure, die als rechtsdrehende D-Äpfelsäure und als linksdrehende L-Äpfelsäure vorkommt. Sie ist auch ein Intermediärprodukt (Zwischenprodukt) im Citronensäurezyklus. In der Natur ist Äpfelsäure in unreifen Äpfeln, Quitten, Weintrauben, Berberitzenbeeren, Vogelbeeren und Stachelbeeren enthalten. Die Salze der Apfelsäure heißen Malate.

Historisches

Äpfelsäure wurde 1785 von Carl Wilhelm Scheele aus Apfelsaft isoliert und beschrieben.

Eigenschaften

Die Summenformel lautet C4H6O5, die relative Molmasse beträgt damit 134,09 g/mol, die Strukturformel lautet: HOOC-CH2-CHOH-COOH, das asymmetrische Kohlenstoffatom befindet sich in der CHOH-Gruppe...

     COOH     
      | 
    H-C-H      Äpfelsäure
      | 
    H-C-OH  
      |
      COOH   
 

Verwendung

Als Lebensmittelzusatzstoff E296 für Lebensmittel darf sowohl die natürliche L-Form als auch die synthetische D-Form verwendet werden. In der Praxis ist Ihre Verwendung aufgrund des relativ hohen Preises eher gering. Stattdessen wird meist die günstigere Citronensäure oder auch Phosphorsäure verwendet. Die Äpfelsäure und ihre Salze (Malate) werden auf chemischem Weg aus Fumarsäure (E297), beziehungsweise als Stoffwechselprodukt von Bakterien und Pilzen gewonnen. Als Zusatzstoff in Kartoffelchips werden Natriummalat (E350), Kaliummalat (E351) und Calciummalat (E352) verwendet.

See also: Äpfelsäure, 1785, Apfelsaft, Bakterie, Berberitze, CAS-Nummer, Carbonsäure, Carl Wilhelm Scheele, Citratzyklus, Citronensäure