Man-In-The-Middle-Angriff

Ein Man-In-The-Middle-Angriff ist eine Angriffsform, welche in Computernetzen ihre Anwendung findet. Auch die Bezeichnung Mittelsmannangriff wird gelegentlich verwendet. Bei dieser Bezeichnung handelt es sich jedoch um einen falschen Freund.

Der Angreifer steht dabei entweder physikalisch, aber heute meist logisch, zwischen den beiden Kommunikationspartnern und hat dabei mit seinem System komplette Kontrolle über den Datenverkehr zwischen zwei oder mehreren Netzwerkteilnehmern und kann die Informationen nach Belieben einsehen und sogar manipulieren.

Diese Sonderstellung kann auf verschiedene Arten erreicht werden:

Am effektivsten lässt sich dieser Angriffsform mit einer Verschlüsselung der Datenpakete entgegenwirken, wobei allerdings die Fingerprints der Schlüssel über ein zuverlässiges Medium verifiziert werden sollten. D.h. es muss eine gegenseitige Authentifizierung stattfinden, die beiden Kommunikationspartner müssen auf anderem Wege ihre digitalen Zertifikate oder einen gemeinsammen Schlüssel ausgetauscht haben, d.h. sie müssen sich "kennen". Sonst kann z.B. ein Angreifer bei einer ersten SSL- oder SSH-Verbindung beiden Opfern falsche Schlüssel vortäuschen und somit auch den verschlüsselten Datenverkehr mitlesen.

See also: Man-In-The-Middle-Angriff, ARP-Spoofing, Address Resolution Protocol, Cheapernet, Domain Name System, Dynamic Host Configuration Protocol, Ethernet, Falscher Freund, Hub (Netzwerk), Internet