Management VWL

Management VWL oder VWL für Managemententscheidungen (entlehnt aus dem englischen Begriff Managerial economics) ist ein Gebiet der Volkswirtschaftslehre, das mikroökonomische Analysen für spezielle Managemententscheidungen anwendet. Daher bildet sie eine Brücke zwischen ökonomischer Theorie und VWL in der Praxis. Sie bedient sich dabei vor allem quantitativer Methoden wie etwa der Regression und Korrelation, linearen Optimierung, Entscheidungstheorie und der Spieltheorie. In dieser Hinsicht ist es mit der Operations Research verwandt, schließlich benützt sie ja auch deren Methoden.

Sofern es eine Aufgabe gibt, die in allen Bereichen der Management VWL auftaucht, ist es der Versuch, Managemententscheidungen unter dem Rahmen der Unternehmensziele und der generellen Knappheit der Ressourcen zu optimieren.

Beinahe alle Unternehmensentscheidungen können durch die Methode der Management VWL analysiert werden, grundsätzlich beschäftigt sie sich aber mit folgenden Themenbereichen:

Nachfrageschätzung - über Regressionsanalysen wird die Größe der Nachfrage für ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Marke ermittelt.

Risikoanalyse - diverse Modelle über die Sicherheit , Entscheidungsregeln und Quantifizierungsmethoden helfen beim Urteil über das Risko einer Entscheidung.

Produktionsanalyse - mikroökonomische Methoden helfen bei der Analyse der Produkteffektivität, der optimalen Faktorallokation, der Kosten, der Skalenerträge und bei der Bewertung der Kostenfunktion eines Unternehmens.

Preisanalyse - wieder werden mikroökonomische Methoden verwendet, um die Preispolitik (unter Einschluss der Transferpolitik, der Preisbündelung, der Preisdifferenzierung sowie der Preiselastizität und) zu analysieren und das optimale Preissystem zu entwickeln.

Investitionsplanung - mithilfe der Investitionstheorie werden die Kapitalbeschaffungsmaßnahmen untersucht.

See also: Management VWL, Dienstleistung, Entscheidungstheorie, Knappheit, Korrelation, Kosten, Marke, Nachfrage, Operations Research, Preiselastizität