Manfred Krug
Manfred Krug (* 8. Februar 1937 in Duisburg) ist ein deutscher Schauspieler und Sänger.
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Leben
Nach der Scheidung seiner Eltern zog Manfred Krug mit seinem Vater 1949 aus der westdeutschen Industriestadt Duisburg in die DDR. Nach dem Abschluss der Lehre und vorübergehender Arbeit in einem Stahlwerk in Brandenburg/Havel (während dieser Zeit erwarb er sein Abitur an der Abendschule), begann er ein Studium an der Staatlichen Schauspielschule, welches er jedoch abbrechen musste, und trat am Berliner Ensemble auf. In einer Wohngemeinschaft in der Berliner Cantianstraße lebte Krug zusammen mit Jurek Becker. Mit dem Schriftsteller Becker - der zu den ersten Ausgaben der späteren Fernsehserie Liebling Kreuzberg' das Drehbuch schrieb - verband Krug eine lebenslange Freundschaft. Ab 1956 trat er im Kino und Fernsehen der DDR auf. 1960 übernahm er eine Rolle im erfolgreichen Film Fünf Patronenhülsen von Frank Beyer. In weiteren Filmen trat er in der Rolle des sozialistischen Helden auf. Mit dem Film Spur der Steine unter der Regie von Frank Beyer erregte er den Unmut der Zensur. Der Film wurde nach drei Tagen aus den Kinos entfernt und erst wieder 1989 in der DDR gezeigt. Trotzdem spielte er weiter Rollen, vor allem den starken Helden. Manfred Krug war auch als Jazz-Sänger in der DDR bekannt, veröffentlichte zusammen mit dem Komponisten Günther Fischer mehrere Schallplatten, trat in zahlreichen Fernsehsendungen auf und arbeitete als Synchronsprecher (z. B. in Eolomea). Besonders populär war der Titel "Es steht ein Haus in New Orleans". Noch heute sehr bekannt ist sein Auftritt im Programm "Lyrik Jazz Prosa", von dem es auch LP und CD gibt. Die beiden Stücke "Dei Kuh im Propeller" und "Der Flaschenzug" waren und sind absoluter Kult. 1976 erhielt Krug ein Teilberufsverbot, weil er sich einem Protest gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann anschloss. Am 20. April 1977 stellte Krug einen Ausreiseantrag und verließ nach dessen Genehmigung die DDR.
Er fand in der damaligen Bundesrepublik gleich wieder Rollen (u. a. in der Kindersendung Sesamstraße), hat aber längere Zeit kaum gesungen. Kürzlich erschienen aber einige CDs, darunter neue, auf denen er gemeinsam mit seiner Tochter singt, sowie Zusammenfassungen von LPs, die er in der DDR zusammen mit Günter Fischer aufgenommen hatte.
Eine enorme Popularität erlangte er in der Rolle des Rechtsanwalts Robert Liebling in der Fernsehserie Liebling Kreuzberg, dessen Drehbuch ihm auf den Leib geschrieben war, sowie als Kommissar Paul Stöver an der Seite von Charles Brauer als Peter Brockmöller im Tatort des NDR, welchen er von 1984 bis 2001 vierzig Mal verkörperte, womit er der "dienstälteste" Tatortkommissar wurde.
Manfred Krug wurde auch als Werbefigur für die Telekom bekannt und unterstützte dadurch erfolgreich den Börsengang der T-Aktien. Er versteht es auch, sich geschickt zu vermarkten. Seine Biografien wurden zu Bestsellern.
Filmografie (Auswahl)
- 1957: Ein Mädchen von 16 1/2
- 1959: Ware für Katalonien
- 1959: Der Freischütz
- 1959: Reportage 57
- 1959: Bevor der Blitz einschlägt
- 1960: Was wäre, wenn...?
- 1960: Leute mit Flügeln
- 1960: Fünf Patronenhülsen
- 1961: Professor Mamlock
- 1961: Guten Tag, lieber Tag
- 1961: Urfaust
- 1961: Bei Anruf Mord
- 1961: Drei Kapitel Glück
- 1961: Auf der Sonnenseite
- 1962: Revue um Mitternacht
- 1962: Minna von Barnhelm
- 1962: Königskinder
- 1962: Der Kinnhaken
- 1963: Nebel
- 1963: Boxer
- 1963: Beschreibung eines Sommers
- 1964: Mir nach, Canaillen
- 1965: König Drosselbart
- 1965: Die antike Münze
- 1966: Spur der Steine
- 1967: Frau Venus und ihr Teufel
- 1967: Die Fahne von Kriwoj Rog
- 1968: Hauptmann Florian von der Mühle
- 1968: Abschied
- 1968: Wege übers Land
- 1969: Weite Straßen, Stille Liebe
- 1969: Käuzchenkuhle
- 1969: Mit mir nicht, Madame!
- 1970: Netzwerk
- 1970: Meine Stunde Null
- 1970: Junge Frau von 1914
- 1971: Husaren in Berlin
- 1971: Die Verschworenen
- 1972: Die gestohlene Schlacht
- 1973: Wie füttert man einen Esel
- 1974: Kit & Co
- 1977: Das Versteck
- 1977: Feuer unter Deck
- 1978: Paul kehrt zurück
- 1979: Die Faust in der Tasche
- 1979: Die Phantasten
- 1980: Ein Mann fürs Leben
- 1981: Flächenbrand
- 1983: Konsul Möllers Erben
- 1984: Joseph Süß Oppenheimer
- 1990: Rosamunde
- 1990: Neuner
- 1994: Der Blaue
Fernsehserien
- Stülpner-Legende
- Auf Achse
- Liebling Kreuzberg
- Tatort
- Sesamstraße
Diskografie
- 1962: Auf der Sonnenseite
- 1964: Jazz und Lyrik
- 1965: Manfred Krug und die Modern Jazz Big Band
- 1966: Lyrik Jazz Prosa (zusammen mit Eberhard Esche, Gerd E. Schäfer, Annekathrin Bürger und anderen)
- 1971: Das war nur ein Moment
- 1973: Ein Hauch von Frühling
- 1974: Greens
- 1976: Du bist heute wie neu
- 1979: Da bist Du ja
- 1997: Anthologie
- 1977: Abgehauen
- 2000: Tatort – die Songs (Zusammen mit Charles Brauer)
- 2000: Deutsche Schlager
- 2000: Schlafstörung
- Fredmanns Episteln an die und jene aber hauptsächlich an Ulla Winblad (Nach Carl Michael Bellman)
Weblinks
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Krug, Manfred |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler und Sänger |
| GEBURTSDATUM | 8. Februar 1937 |
| GEBURTSORT | Duisburg |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
